{"id":817,"date":"2016-04-26T14:21:47","date_gmt":"2016-04-26T12:21:47","guid":{"rendered":"https:\/\/launix.de\/launix\/?p=817"},"modified":"2016-04-26T14:21:47","modified_gmt":"2016-04-26T12:21:47","slug":"umlageverfahren-mit-datenbanken-preiskalkulation-vom-profi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/launix.de\/launix\/en\/umlageverfahren-mit-datenbanken-preiskalkulation-vom-profi\/","title":{"rendered":"Umlageverfahren mit Datenbanken (Preiskalkulation vom Profi)"},"content":{"rendered":"<p>Jeder mit ein paar betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen kennt Umlageverfahren. Ein einfaches Verfahren ist zum Beispiel die Berechnung des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deckungsbeitrag\" target=\"_blank\">Deckungsbeitrags<\/a>.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/launix.de\/launix\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/finanzsim.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/launix.de\/launix\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/finanzsim.png\" alt=\"finanzsim\" width=\"594\" height=\"401\" class=\"alignnone size-full wp-image-313\" srcset=\"https:\/\/launix.de\/launix\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/finanzsim.png 594w, https:\/\/launix.de\/launix\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/finanzsim-300x203.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 594px) 100vw, 594px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Grundlagen<\/h2>\n<p>Eine Umlage geht davon aus, dass ein gewisser <i>Betrag<\/i> auf mehrere Einheiten <i>umgelegt<\/i> wird. So wird eine <a href=\"https:\/\/launix.de\/launix\/en\/pizzeria-hat-6400-verschiedene-pizzen-im-angebot\/\" target=\"_blank\">Pizzeria<\/a> ihre Fixkosten f\u00fcr Miete, Strom etc. auf die Pizzen umlegen.<\/p>\n<p>Die Pizzeria kann nun die Fixkosten gleichm\u00e4\u00dfig umlegen, was allerdings daf\u00fcr sorgt, dass kleine Pizzen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teuer sind. Der Anteil der Fixkosten je Pizza bei <i>n<\/i> Pizzen betr\u00e4gt also <i>1 \/ n<\/i>. Sie kann aber auch auf jede Pizza unterschiedlich umgelegt werden, beispielsweise nach dem Durchmesser der Pizza. Der Umlageschl\u00fcssel w\u00e4re dann: <i>\u00d8_i \/ \u03a3j (\u00d8_j)<\/i>, also der Durchmesser geteilt durch die Durchmesser aller Pizzen summiert.<\/p>\n<p>Verallgemeinert sei <i>w(i)<\/i> eine Gewichtsfunktion, auch <i>Umlageschl\u00fcssel<\/i> f\u00fcr eine Einheit <i>i<\/i> genannt, dann ist die Umlage je Individuum gleich <i>w(i) \/ \u03a3j (w(j))<\/i>.<\/p>\n<h2>Weise gew\u00e4hlte Umlageschl\u00fcssel<\/h2>\n<p>Es gibt mehrere Ans\u00e4tze, Umlageschl\u00fcssel zu w\u00e4hlen. Dabei sollten folgende Faktoren ber\u00fccksichtigt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Preisakzeptanz-Kriterien: Werden mit diesem Umlageschl\u00fcssel die Preise einiger Waren so teuer, dass Kunden diese nicht mehr kaufen w\u00fcrden? (Beispiel: F\u00fcr eine Plastikt\u00fcte im Supermarkt zahlt der Kunde 10 ct. W\u00fcrde man die Fixkosten proportional auf die T\u00fcte umlegen, w\u00fcrde ein evtl. nicht akzeptabler Preis entstehen)<\/li>\n<li>Psychologische Kriterien: Gestalten Sie Preise so, dass Sie mehr Umsatz machen. Bei Restaurants schauen die G\u00e4ste, wieviel ihnen das Hauptgericht kostet. Bei den Getr\u00e4nken schaut man hingegen nicht auf den Preis. Deshalb legen Restaurants fast alle Fixkosten auf die Getr\u00e4nke um.<\/li>\n<li>Konkurrenzsituation: Legen Sie Kosten so um, dass alle Ihre Angebote konkurrenzf\u00e4hig bleiben.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Weitere Kunstst\u00fccke mit Umlageverfahren<\/h2>\n<p>Folgende Beispiele sollen Ihnen weitere Inspiration geben, mit Umlageverfahren zu experimentieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie nutzen eine Vorrats-Lagerhaltung (Kanban) &#8211; die Gro\u00dfeink\u00e4ufe legen Sie st\u00fcckweise um mit dem Materialverbrauch je Teil als Umlageschl\u00fcssel<\/li>\n<li>Ein Zahlungsausfall wird auf profitablere Auftr\u00e4ge umgelegt, w\u00e4hrend knapp kalulierte Angebote ihren Preis behalten<\/li>\n<li>Der Verschlei\u00df eines vermieteten Baukrans wird auf die Anzahl der Hebelbewegungen (die Sie mit einem Sensor messen) umgelegt<\/li>\n<li>Die Marketing-Kosten je Werbe-Kanal werden auf die Kunden, die durch diesen Werbekanal akquiriert werden, umgelegt<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Die zwei Zutaten, damit Sie mehr Gewinn mit Umlageverfahren machen<\/h2>\n<p><strong>Zutat 1: Den richtigen Umlageschl\u00fcssel w\u00e4hlen.<\/strong> Der Umlageschl\u00fcssel hat direkte Auswirkungen darauf, wie gut Ihre Preise ankommen werden. Entscheiden Sie zuerst, welche <em>Zielstellung<\/em> Sie bei den Endpreisen haben. Wollen Sie einen bestimmten Preis f\u00fcr Produkt A nicht \u00fcberbieten? Wollen Sie, dass die Umlage fair ist, d.h. der Kunde mit jedem gekauften Produkt gleich viel Gewinn f\u00fcr Sie einf\u00e4hrt? Wollen Sie Verluste durch unausgewogenes Kaufverhalten der K\u00e4ufer vermeiden? (<a href=\"https:\/\/launix.de\/launix\/en\/warum-korrekte-kalkulation-so-wichtig-ist\/\" target=\"_blank\">Siehe dazu Artikel \u00fcber erfolgreiche Kalkulation<\/a>) &#8211; anhand der Zielstellung entsteht der Umlageschl\u00fcssel.<\/p>\n<p><strong>Zutat 2: Die Datenbasis f\u00fcr die Umlagefaktoren.<\/strong> Denn woher nehmen, wenn nicht stehlen. Die Eingabe-Daten f\u00fcr Ihren genial designten Umlageschl\u00fcssel m\u00fcssen irgendwo herkommen. Manchmal helfen <a href=\"https:\/\/launix.de\/launix\/en\/ergiebige-datenquellen-erschliessen\/\" target=\"_blank\">Sensoren<\/a>, die fehlenden Daten zu sammeln, manchmal m\u00fcssen Sie die ein- oder andere Datenquelle anschlie\u00dfen, z.B. das ERP, das CRM usw.<\/p>\n<p>Wir von Launix sind darauf spezialisiert, in diesem Fall weiterzuhelfen. Wir k\u00f6nnen Datenquellen anschlie\u00dfen oder sogar komplett neue Datenbanken aufbauen, die sp\u00e4ter als Grundlage f\u00fcr besseres Controlling dienen. Das Zauberwort hei\u00dft <a href=\"https:\/\/launix.de\/launix\/en\/mit-etl-prozessen-zu-besseren-kennzahlen-und-mehr-gewinn\/\" target=\"_blank\">ETL<\/a>. Kontaktieren Sie uns einfach, um m\u00f6gliche Datenanbindungen zu besprechen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder mit ein paar betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen kennt Umlageverfahren. Ein einfaches Verfahren ist zum Beispiel die Berechnung des Deckungsbeitrags. 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