{"id":8241,"date":"2026-10-15T14:27:59","date_gmt":"2026-10-15T12:27:59","guid":{"rendered":"https:\/\/launix.de\/launix\/?p=8241"},"modified":"2026-10-15T14:28:00","modified_gmt":"2026-10-15T12:28:00","slug":"lidl-macht-es-vor-warum-b2b-lieferanten-bei-e-rechnungen-jetzt-genauer-hinsehen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/launix.de\/launix\/lidl-macht-es-vor-warum-b2b-lieferanten-bei-e-rechnungen-jetzt-genauer-hinsehen-muessen\/","title":{"rendered":"LIDL macht es vor: Warum B2B-Lieferanten bei E-Rechnungen jetzt genauer hinsehen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die elektronische Rechnung wird vom Digitalisierungsthema zur Voraussetzung f\u00fcr reibungslose Gesch\u00e4ftsprozesse. Gerade gro\u00dfe Unternehmen pr\u00fcfen eingehende Rechnungen zunehmend strukturiert \u2013 und achten dabei nicht nur auf das Dateiformat, sondern auch auf die Inhalte einzelner Datenfelder. F\u00fcr B2B-Lieferanten ist es h\u00f6chste Zeit, ihre Rechnungsprozesse fit zu machen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">E-Rechnungen: Die eigentliche Umstellung beginnt nach dem ersten XML-Export<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Anfang 2025 m\u00fcssen Unternehmen in Deutschland grunds\u00e4tzlich in der Lage sein, elektronische Rechnungen im strukturierten Format zu empfangen. F\u00fcr die Ausstellung gelten \u00dcbergangsregelungen. Dadurch haben sich viele Betriebe bislang vor allem eine Frage gestellt: <em>Wie bekomme ich eine E-Rechnung aus meiner Software heraus?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch damit ist es nicht getan. Je mehr Unternehmen E-Rechnungen tats\u00e4chlich automatisiert verarbeiten, desto wichtiger wird eine andere Frage: <strong>Enth\u00e4lt die Rechnung genau die Informationen, die der Empf\u00e4nger f\u00fcr seine Pr\u00fcfung und Buchung ben\u00f6tigt \u2013 und stehen sie in den richtigen Feldern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gro\u00dfe Rechnungsempf\u00e4nger wie LIDL sind ein anschauliches Beispiel f\u00fcr die Richtung, in die sich die Rechnungspr\u00fcfung entwickelt: Weg von einer rein visuellen Kontrolle des Belegs, hin zur systematischen Pr\u00fcfung strukturierter Daten. F\u00fcr Lieferanten bedeutet das nicht unbedingt mehr B\u00fcrokratie, wohl aber h\u00f6here Anforderungen an die Qualit\u00e4t der Rechnungs- und Stammdaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gute Nachricht: Wer seine Prozesse jetzt sauber aufsetzt, profitiert selbst von weniger R\u00fcckfragen, schnelleren Korrekturen und einer zuverl\u00e4ssigeren Rechnungsabwicklung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nicht jede technisch g\u00fcltige E-Rechnung l\u00e4sst sich automatisch verarbeiten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E-Rechnungen nach der europ\u00e4ischen Norm <strong>EN 16931<\/strong> sind mehr als digital versendete Rechnungsbilder. Sie enthalten Informationen in standardisierten Datenfeldern, sogenannten <em>Business Terms<\/em> (BT). Rechnungsnummer, K\u00e4ufer, Verk\u00e4ufer, Positionen, Umsatzsteuer und Leistungsdatum k\u00f6nnen dadurch von Software gelesen und gepr\u00fcft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei gibt es drei verschiedene Ebenen:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Technische G\u00fcltigkeit:<\/strong> Ist das XML korrekt aufgebaut und erf\u00fcllt es die Regeln des verwendeten Formats, beispielsweise XRechnung oder ZUGFeRD?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fachliche und steuerliche Richtigkeit:<\/strong> Sind die erforderlichen Informationen enthalten und inhaltlich plausibel, etwa die Leistungsbeschreibung und die Umsatzsteuerangaben?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Anforderungen des Rechnungsempf\u00e4ngers:<\/strong> Stimmen Empf\u00e4ngergesellschaft, Adressdaten, Referenzen und gegebenenfalls weitere kundenspezifisch erwartete Felder?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Rechnung kann die technische Validierung bestehen und trotzdem R\u00fcckfragen ausl\u00f6sen oder im internen Rechnungseingangsprozess nicht automatisch freigegeben werden. Das ist nicht zwangsl\u00e4ufig ein Versto\u00df gegen die Norm: <strong>Der Standard definiert die gemeinsame Sprache, aber nicht jeden betrieblichen Pr\u00fcfprozess.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum gerade gro\u00dfe B2B-Kunden genauer pr\u00fcfen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Unternehmen mit hohem Rechnungsaufkommen ist die E-Rechnung besonders interessant. Statt Belege manuell zu erfassen, k\u00f6nnen Systeme Daten \u00fcbernehmen, Bestellungen zuordnen, Rechnungen plausibilisieren und die Freigabe vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das funktioniert umso besser, je eindeutiger die Daten angeliefert werden. Eine unpr\u00e4zise Leistungsbezeichnung, eine falsche Empf\u00e4ngeranschrift oder eine fehlende Referenz kann eine automatische Zuordnung erschweren. Daher ist zu erwarten, dass strukturierte Pr\u00fcfungen im B2B-Gesch\u00e4ft weiter an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr Lieferanten ist die Konsequenz klar:<\/strong> Nicht erst eine R\u00fcckmeldung des Kunden sollte zeigen, welche Daten im eigenen ERP-System fehlen. Sinnvoller ist es, solche Anforderungen schon vor dem Versand zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Diese E-Rechnungsfelder sollten Lieferanten kennen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgenden Beispiele zeigen, wo technische Standards und praktische Erwartungen auseinanderfallen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th>Datenfeld<\/th><th>Bedeutung<\/th><th>Worauf es in der Praxis ankommt<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>BT-44<\/strong><\/td><td>Name des K\u00e4ufers<\/td><td>Die korrekte juristische Gesellschaft angeben, nicht nur den bekannten Markennamen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>BT-50, BT-52, BT-53<\/strong><\/td><td>Stra\u00dfe, Ort und Postleitzahl des K\u00e4ufers<\/td><td>Rechnungsanschrift und Stammdaten sorgf\u00e4ltig pflegen; eine Postfachanschrift ist nicht immer austauschbar.<\/td><\/tr><tr><td><strong>BT-48<\/strong><\/td><td>Umsatzsteuer-ID des K\u00e4ufers<\/td><td>Nach EN 16931 grunds\u00e4tzlich optional, aber in bestimmten steuerlichen F\u00e4llen oder auf Kundenwunsch relevant.<\/td><\/tr><tr><td><strong>BT-30<\/strong><\/td><td>Rechtliche Registrierungskennung des Verk\u00e4ufers<\/td><td>Grunds\u00e4tzlich optionales Feld der Norm; eine Handelsregisternummer kann hier strukturiert \u00fcbermittelt werden.<\/td><\/tr><tr><td><strong>BT-153<\/strong><\/td><td>Bezeichnung der Rechnungsposition<\/td><td>Die Ware oder Dienstleistung muss verst\u00e4ndlich und hinreichend konkret bezeichnet sein.<\/td><\/tr><tr><td><strong>BT-72<\/strong><\/td><td>Tats\u00e4chliches Liefer- bzw. Leistungsdatum<\/td><td>Das Datum muss zum abgerechneten Gesch\u00e4ftsvorfall passen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">BT-48: Optional laut Standard \u2013 im Gesch\u00e4ftsprozess trotzdem wichtig<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders gutes Beispiel ist die <strong>Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des K\u00e4ufers<\/strong> in BT-48. Im allgemeinen Datenmodell der EN 16931 ist dieses Feld mit der Kardinalit\u00e4t <strong>0..1<\/strong> definiert: Es darf also grunds\u00e4tzlich fehlen. Bestimmte steuerliche Konstellationen k\u00f6nnen die Angabe dennoch erforderlich machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus kann ein Rechnungsempf\u00e4nger die K\u00e4ufer-USt-ID f\u00fcr seine internen Zuordnungs- und Pr\u00fcfprozesse erwarten. Gerade bei Unternehmensgruppen hilft eine eindeutige Identifikation, Rechnungen der richtigen Gesellschaft zuzuordnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wichtig ist deshalb die Unterscheidung:<\/strong> <em>Optional nach EN 16931<\/em> hei\u00dft nicht <em>f\u00fcr jeden Empf\u00e4nger und jeden Gesch\u00e4ftsvorfall entbehrlich<\/em>. Umgekehrt wird eine K\u00e4ufer-USt-ID nicht allein dadurch zur allgemeinen gesetzlichen Pflichtangabe, dass ein einzelner Kunde sie erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ERP-Systeme hei\u00dft das: Kundenspezifische Anforderungen m\u00fcssen abbildbar sein, ohne die technischen und gesetzlichen Grundlagen durcheinanderzubringen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">BT-30: Handelsregisternummer an der richtigen Stelle<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch <strong>BT-30<\/strong>, die rechtliche Registrierungskennung des Verk\u00e4ufers, ist nach dem allgemeinen EN-16931-Datenmodell grunds\u00e4tzlich optional. Eine GmbH hat allerdings eigenst\u00e4ndige handelsrechtliche Informationspflichten, beispielsweise nach \u00a7 35a GmbHG.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb sind zwei Fragen zu trennen: <em>Muss eine bestimmte Information rechtlich angegeben werden?<\/em> Und: <em>In welchem strukturierten Rechnungsfeld erwartet der Empf\u00e4nger sie?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Handelsregisternummer in einer PDF-Fu\u00dfzeile ist nicht automatisch identisch mit einer korrekt bef\u00fcllten XML-Angabe. Bei maschineller Verarbeitung kommt es auf die semantisch richtige Zuordnung an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">BT-153: \u201eDienstleistung\u201c reicht oft nicht<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Positionsname <strong>BT-153<\/strong> geh\u00f6rt zu den zentralen Angaben einer Rechnungsposition. Sehr allgemeine Bezeichnungen wie \u201eArbeiten\u201c, \u201eService\u201c oder \u201eProjektleistung\u201c helfen weder einer automatisierten Pr\u00fcfung noch der Buchhaltung des Kunden zuverl\u00e4ssig weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besser sind konkrete Angaben, zum Beispiel \u201eWartung der L\u00fcftungsanlage gem\u00e4\u00df Wartungsvertrag\u201c oder \u201eErstellung eines geotechnischen Berichts\u201c. Gegebenenfalls k\u00f6nnen eindeutige Verweise auf Vertr\u00e4ge oder Leistungsnachweise erg\u00e4nzen, worauf sich die Abrechnung bezieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein XML-Validator kann feststellen, ob ein Feld vorhanden ist. <strong>Ob die Beschreibung fachlich aussagekr\u00e4ftig genug ist, ist eine zus\u00e4tzliche Qualit\u00e4tsfrage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">BT-72: Lieferdatum und Leistungsdatum nicht verwechseln<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BT-72 bezeichnet im Standard das tats\u00e4chliche Lieferdatum, kann im passenden Kontext aber auch den Zeitpunkt einer erbrachten Dienstleistung abbilden. Rechnungssoftware muss deshalb zwischen Warenlieferung, Dienstleistung und Abrechnungszeitraum unterscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist die sachlich richtige Information \u2013 nicht allein die technische Feldbezeichnung. Falsche Datumswerte k\u00f6nnen R\u00fcckfragen und zus\u00e4tzliche Korrekturschritte verursachen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stammdaten werden zum Erfolgsfaktor<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dfte Fehlerquelle liegt h\u00e4ufig nicht in der XML-Technik, sondern in den zugrunde liegenden Daten. Wer beispielsweise eine Rechnung an einen Konzern stellt, muss wissen, <strong>welche juristische Gesellschaft tats\u00e4chlich Rechnungsempf\u00e4nger ist<\/strong> und welche Anschrift und Referenzen verwendet werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist insbesondere die Unterscheidung zwischen einer bekannten Markenbezeichnung, der bestellenden Organisation, der vertraglichen Gegenpartei und der Gesellschaft, an die die Rechnung adressiert werden soll. Diese Angaben m\u00fcssen nicht identisch sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sinnvoll ist deshalb ein zentral gepflegtes Kundenprofil im ERP-System mit den relevanten Rechnungsdaten, bevorzugtem Format und dokumentierten Anforderungen des Empf\u00e4ngers. Eine kundenbezogene Pr\u00fcfung kann dann <em>vor<\/em> dem Versand warnen, statt eine Korrekturschleife <em>nach<\/em> dem Versand auszul\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was eine zur\u00fcckgewiesene E-Rechnung f\u00fcr die Buchhaltung bedeutet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn eine Rechnung fachlich oder technisch beanstandet wird, ist die Korrektur oft aufwendiger als bei einem einfachen PDF-Entwurf. Bereits ausgestellte Belege d\u00fcrfen nicht beliebig \u00fcberschrieben werden: Rechnungsnummern, Korrekturbelege und Buchungsvorg\u00e4nge m\u00fcssen nachvollziehbar bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie eine Korrektur im Einzelfall erfolgt, h\u00e4ngt vom Fehler und den rechtlichen Umst\u00e4nden ab. <strong>Eine vollst\u00e4ndige Stornierung und Neuausstellung ist nicht in jedem Fall gesetzlich zwingend<\/strong>; auch eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Rechnungsberichtigung kann m\u00f6glich sein. Kundenspezifische Abl\u00e4ufe k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Schritte vorsehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die R\u00fcckweisung selbst l\u00e4sst zudem eine bestehende Zahlungsforderung nicht automatisch entfallen. F\u00fcr die betriebliche Praxis ist dennoch klar: Jede notwendige Korrekturschleife kostet Zeit und kann die regul\u00e4re Rechnungsbearbeitung verz\u00f6gern. Deshalb lohnt sich eine gute Pr\u00fcfung vor dem Versand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die \u00dcbergangsfristen laufen \u2013 Vorbereitung ist jetzt sinnvoll<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die E-Rechnung im deutschen B2B-Gesch\u00e4ft gelten gestaffelte \u00dcbergangsregelungen. Seit <strong>1. Januar 2025<\/strong> m\u00fcssen inl\u00e4ndische Unternehmen grunds\u00e4tzlich E-Rechnungen empfangen k\u00f6nnen. F\u00fcr die Ausstellung d\u00fcrfen unter den gesetzlichen Voraussetzungen noch vor\u00fcbergehend andere Rechnungsarten verwendet werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bis Ende 2026<\/strong> sind f\u00fcr die betroffenen Ums\u00e4tze grunds\u00e4tzlich noch sonstige Rechnungen m\u00f6glich; bei elektronischen Formaten wie PDF ist die Zustimmung des Empf\u00e4ngers erforderlich.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bis Ende 2027<\/strong> bestehen bestimmte weitere \u00dcbergangsm\u00f6glichkeiten, insbesondere f\u00fcr Rechnungsaussteller mit einem Vorjahresumsatz von h\u00f6chstens 800.000 Euro sowie f\u00fcr bestimmte EDI-Verfahren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ab 2028<\/strong> gilt f\u00fcr die erfassten inl\u00e4ndischen B2B-Ums\u00e4tze grunds\u00e4tzlich die Pflicht zur Ausstellung einer E-Rechnung, soweit keine Ausnahme greift.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den letzten Moment zu warten, ist dennoch riskant. Denn gro\u00dfe Gesch\u00e4ftskunden entwickeln ihre digitalen Eingangsprozesse bereits weiter. Wer heute lediglich PDF-Rechnungen verschickt oder XML ohne fachliche Pr\u00fcfung erzeugt, wird sp\u00e4ter unter Zeitdruck nachbessern m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Checkliste: Ist Ihr Unternehmen bereit f\u00fcr strengere E-Rechnungspr\u00fcfungen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem regelm\u00e4\u00dfigen Versand strukturierter Rechnungen lohnt sich ein kurzer Systemcheck:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Format:<\/strong> Kann die Software normgerechte XRechnungen oder ZUGFeRD-Rechnungen mit strukturierten Daten erstellen?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Validierung:<\/strong> Werden XML-Struktur, Berechnungen und Gesch\u00e4ftsregeln vor dem Versand gepr\u00fcft?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Empf\u00e4nger:<\/strong> Sind die korrekte juristische Gesellschaft, Anschrift und relevante Identifikationsmerkmale hinterlegt?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Positionen:<\/strong> Sind Waren und Leistungen in den Rechnungspositionen ausreichend konkret beschrieben?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Datumsangaben:<\/strong> Stimmen Lieferdatum, Leistungsdatum und gegebenenfalls Leistungszeitraum?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zusatzanforderungen:<\/strong> K\u00f6nnen erwartete Referenzen und kundenspezifische Felder ber\u00fccksichtigt werden?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Korrekturen:<\/strong> Gibt es einen nachvollziehbaren Prozess f\u00fcr R\u00fcckweisungen und Rechnungsberichtigungen?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verantwortlichkeiten:<\/strong> Ist gekl\u00e4rt, wer bei technischen und fachlichen R\u00fcckfragen reagiert?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je st\u00e4rker diese Pr\u00fcfungen im ERP-System automatisiert sind, desto weniger Handarbeit entsteht im Tagesgesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was LAUNIX bei der E-Rechnung f\u00fcr wichtig h\u00e4lt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei <strong>LAUNIX<\/strong> entwickeln wir individuelle Software- und ERP-L\u00f6sungen, die sich an realen Gesch\u00e4ftsprozessen orientieren. F\u00fcr die E-Rechnung bedeutet das: Nicht nur eine XML-Datei erzeugen, sondern die gesamte Verarbeitungskette sinnvoll gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6ren gepflegte Stammdaten, eine korrekte Zuordnung zu den Feldern der EN 16931, Validierungen vor dem Versand sowie flexible Regeln f\u00fcr unterschiedliche Rechnungsempf\u00e4nger. Auch R\u00fcckmeldungen und Korrekturen sollten im System nachvollziehbar verarbeitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei gewachsenen ERP-Landschaften ist die Herausforderung oft nicht das Rechnungsformat an sich. Es geht darum, vorhandene Auftrags-, Leistungs- und Buchhaltungsdaten vollst\u00e4ndig und richtig zusammenzuf\u00fchren \u2013 ohne zus\u00e4tzliche manuelle Doppelpflege.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Mit der E-Rechnung wird Datenqualit\u00e4t zur Pflichtdisziplin<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>LIDL steht beispielhaft f\u00fcr eine Entwicklung, die den gesamten B2B-Markt betrifft:<\/strong> Elektronische Eingangsrechnungen werden zunehmend strukturiert und detailliert gepr\u00fcft. Nicht nur die Frage \u201eIst die Datei technisch g\u00fcltig?\u201c z\u00e4hlt, sondern auch: \u201eKann der Kunde die enthaltenen Daten zuverl\u00e4ssig verarbeiten?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Lieferanten ist das kein Grund zur Panik \u2013 aber ein guter Grund, jetzt zu handeln. Wer Stammdaten pflegt, seine Rechnungspositionen pr\u00e4zise beschreibt und kundenspezifische Anforderungen im ERP-System ber\u00fccksichtigen kann, erspart sich unn\u00f6tige R\u00fcckfragen und Korrekturen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die E-Rechnung wird zum Standard. Entscheidend wird, wie gut Unternehmen ihn im Alltag umsetzen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die elektronische Rechnung wird vom Digitalisierungsthema zur Voraussetzung f\u00fcr reibungslose Gesch\u00e4ftsprozesse. Gerade gro\u00dfe Unternehmen pr\u00fcfen eingehende Rechnungen zunehmend strukturiert \u2013 und achten dabei nicht nur auf das Dateiformat, sondern auch auf die Inhalte einzelner Datenfelder. 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