Grenzkosten und Fixkosten-Umlage-Kapazität, oder: Warum man keine Aufträge annehmen soll, die sich nur knapp lohnen

Nicht jeder Kunde akzeptiert Ihre Preise so, wie sie angeboten werden. Oftmals kommt es zu Nachverhandlungen, in denen Sie sich die Frage stellen müssen: Kann ich den Auftrag zu diesem Preis noch annehmen?

Der betriebswirtschaftliche Hintergrund dafür steckt im Controlling. Mit einer Grenzkostenrechnung ermitteln Sie, wie weit Sie im Preis herunter gehen dürfen:

 

Grenzkosten Fixkosten
Fallen je nach Produktionsmenge an Fallen jeden Monat unabhängig von der Auftragslage an
Bestimmen die Untergrenze für den Preis Müssen aus der Spanne zwischen Grenzkosten und Preis erwirtschaftet werden
Senkt man sie, wird man wettbewerbsfähiger Um wettbewerbsfähiger zu werden, kann man sie senken oder die Produktionsmenge erhöhen
Ergeben sich aus Beschaffenheit des Produkts und dem Herstellungsprozess Spiegeln Verwaltung, Entwicklung und Kapitalanlagen wieder

Nicht immer ist eine eindeutige Zuordnung in Grenz- und Fixkosten möglich. Hat man beispielsweise eine Lagerhalle von 400m², stellt das Fixkosten dar. Hat man sie bereits gefüllt und mietet nach Bedarf quadratmeterweise hinzu, sind es plötzlich Grenzkosten.

Problem ist, dass mit Fixkosten bereitgestellte Produktionsmittel immer nur eine feste Auslastung zulassen: Die endliche Fabrikhalle, die zeitlich knappen Verwaltungsangestellten, die gedeckelte Internet-Flatrate…

Somit sind alle Kosten in Wahrheit Grenzkosten, nur sind sie stark diskret, das heißt, sie werden in Stufen gezählt. Eine zusätzliche Bürokraft bringt neue 20h/Woche oder 40h/Woche ein, nicht aber 0,75h/Woche oder 1,28h/Woche.

Somit muss man diejenigen Fixkosten, die sich ab einer gewissen Produktionskapazität erhöhen werden, in Wahrheit den Grenzkosten zurechnen! (Grenzkosten = Fixkosten / Maximale Kapazität)

Und das ist auch der Grund, warum man keinen Auftrag knapp über den Grenzkosten annehmen soll: Sie verstopfen die Kapazität der mit Fixkosten bezahlten Produktionsmittel. Sie haben also bei voller Auslastung keine Möglichkeit mehr, die Fixkosten zu bezahlen und machen Verluste.

Damit Sie stets einen Überblick über Ihre tatsächlichen Kosten haben, empfehlen wir Ihnen das FOP-ERP, mit dem Sie individuelle Kostenkalkulationen tagesaktuell verankern können, um stets die richtigen Preise zu verlangen.

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