FDS – Featuredefinierte Software

Was ist FDS?

FDS-Software ist modular aufgebaut und Features lassen sich einzeln hinzufügen und entfernen

Featuredefinierte Software (engl. feature defined software), kurz FDS, ist Software, die mit FOP (Feature Oriented Programming) hergestellt wurde. Doch was bedeutet das konkret? Hier sind 4 Merkmale, die zutreffen müssen, damit eine Software als FDS gilt:

  1. Die Software ist modular aufgebaut
  2. Die Module sind einzeln an- und abwählbar
  3. Die Feature-Definition beschränkt sich nicht nur auf Module, sondern Module können wiederum Unter-Features haben
  4. Egal, welche Module man an- und abgewählt hat: Die angewählten Module ergeben im Zusammenspiel eine schlüssige Software

Der Grund, warum FDS immer wichtiger wird ist, weil es sich als All-In-One-System verwenden lässt. Damit entfällt das aufwendige Management mehrerer gleichzeitiger Software-Lizenzen. Außerdem sind die Daten der einelnen Module einer FDS miteinander verknüpft, wodurch teure und gefährliche Medienbrüche zwischen den Abteilungen entfallen.

FDS vs. Microservice-Architektur (Microservices)

Unter einer Microservice-Architektur versteht man das Entkoppeln einer komplexen Software in viele Microservices. Dabei besitzt jeder Microservice eine REST-Schnittstelle, über die die einzelnen Microservices miteinander kommunizieren. Das klingt sehr technisch und ist es auch – mit Microservices kann man zum Beispiel Software aufbauen, die von Millionen Nutzern gleichzeitig genutzt wird. Gleichzeitig erhöht sich der Umsetzungsaufwand. Für Unternehmenssoftware sind hingegen andere Eigenschaften wichtiger, als Millionen Mitarbeiter gleichzeitig eingeloggt zu haben.

FDS ist eine Alternative zu Microservice-Architektur, kann aber theoretisch auch mit dieser umgesetzt werden. Während sich eine Microservice-Architektur darauf konzentriert, möglichst viele Programmbereiche voneinander trennen zu können, um z.B. die Skalierbarkeit zu erhöhen, ist der Fokus von Featuredefinierter Software eher darauf, welche Zusammenhänge es zwischen den Modulen gibt und wie die Verbindungen und Verknüpfungen so reich wie möglich ausgeschöpft werden können.

FDS als die Auflösung des Konflikts Standardsoftware vs. Individualsoftware

Während eine Standardsoftware wie zum Beispiel im ERP-Bereich für ein Produkt alle Kunden über einen Kamm bügeln muss, um einen möglichst effektiven Endpreis je Kunde erreichen zu können, gilt diese Gesetzmäßigkeit bei FDS je Feature.

Das heißt konkret: Module wie Rechnungsstellung oder Buchhaltung sind branchenübergreifend Standard und können deswegen sehr günstig angeboten werden. Branchenspezifische Module wie Schichtplanung können spezifischer auf die Bedürfnisse mehrerer Branchen eingehen. Das Modul Schichtplanung hat noch weitere Unter-Features wie zum Beispiel die Autoflotten-Belegung im Schichtbetrieb, die Maschinenauslastung oder ein Kalkulationsmodul, welche dann nur noch je Branche oder eventuell nur je Einzelbetrieb aktiviert werden.

Somit wird es möglich, individuelle Software zu benutzen, ohne die Entwicklungskosten für eine komplette Neuentwicklung bezahlen zu müssen. Bereits existierende Module werden einfach neu kombiniert, um den gewünschten Grad an Customizing zu erreichen.

Mit FDS wird die Eierlegende Wollmilchsau Realität

Bisherige Anbieter von Standardsoftware spezialisieren sich jeweils auf eine Nische: Produktionsplanung, Personal, Rechnungswesen. In dieser Nische werden sie richtig gut. Die Kunden müssen aber immer gleich mehrere Softwareprodukte einkaufen – für jede Teilaufgabe eine Spezialsoftware. Zusätzlich entsteht ein riesiger Ballast in der ständigen Synchronisation von Daten.

Mit FDS ist das anders: Ein FDS-System bietet das jederzeit erweiterbare All-In-One-System. Anstelle von Lizenzchaos gibt es das eine System, in dem alle Fachanwendungen als FDS-Module realisiert sind. Auch Spezialanwendungen lassen sich innerhalb des FDS-Systems leicht realisieren.

Unternehmenswachstum erfordert Toolwechsel

Unternehmen, die wachsen, müssen regelmäßig ihre Tools wechseln. Während ein Unternehmen ohne festangestellte Mitarbeiter lediglich eine Person koordinieren muss, gibt es darüber noch zwei weitere Ausbaustufen:

In Unternehmen der Stufe 1 und 2 werden vor allem Universalwerkzeuge eingesetzt: Das Notiz- und TODO-Programm Trello, MS Teams, Excel und so weiter.

Ab der Stufe 3 macht es Sinn, je größer das Unternehmen wird, für jeweils jeden Prozess neue Spezialtools zu kreieren. Je häufiger sich ein Prozess abspielt, desto mehr Optimierung kann man damit herausholen. Das geht bis hin zu hausinternen Dienstfahrten-Planungsportalen.

Setzt ein Unternehmen hier auf eine FDS-Software, kann jede Ausbaustufe des Unternehmens mit weiteren Modulen ausgeschmückt werden.

Woher bezieht man FDS?

Auf dem Markt gibt es bereits einige Ansätze von All-In-One-Software, die in die FDS-Richtung gehen.

Launix setzt mit der Programmiersprache FOP (Feature Oriented Programming) konsequent auf FDS und damit flexible und anpassbare All-In-One-Systeme.

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