Warum ist Industrie 4.0 disruptiv?

Die mechanischen Webstühle haben die Handweber verdrängt. Und das Internet wird auch die automatisierteste Fabrik verdrängen, wenn diese nicht untereinander vernetzt ist.

Der Kunde kauft nur das geringste Übel

Endlosen Kundenwünschen steht eine endliche Zahl an Produkten gegenüber. Das führt dazu, dass sich Kunden entscheiden müssen, welches Produkt am besten ihren Ansprüchen genügt.

Könnte der Kunde aber sein Produkt genau so konfigurieren, wie er möchte, würde er sich, falls der Preis stimmt, definitiv für sein Traum-Produkt entscheiden. Allerdings lässt sich so nicht produzieren – zumindest noch nicht. Denn dann wäre jedes Erzeugnis ein Unikat. Eine Tasse mit einem passgenauen Griff für meine Hand-Größe, eine Raum-Steuerkonsole als Unterputzdose mit genau den Knöpfen, die die Raumfunktionen hergeben, ein Grabstein mit einer festlegbaren Inschrift …

Der Kunde ist weg, sobald es bessere Alternativen gibt

Momentan ist der Kunde auf Massenprodukte angewiesen, weil es nichts besseres gibt, oder zumindest nichts vergleichbar günstiges. Sobald aber der erste Anbieter sowohl Individualität als auch gute Preise anbieten kann, werden die Kunden zu ihm abwandern. Die zurückgebliebenen Konkurrenten werden aufrüsten oder untergehen. Den Zeitvorsprung und damit den meisten Gewinn macht aber nur der Erste, der fünf Jahre vor Markteintritt seiner Produkte schon angefangen hat, seine Produktion auf Industrie 4.0 umzustellen.

Bausätze sind out – aus Bausätzen hergestellte Produkte sind in

Sich mit Bausätzen auseinanderzusetzen ist aufwendig und teuer. Der Bausatz-Erfinder will viel Geld für sein System, da es universell ist. Außerdem müssen die Komponenten alle einzeln abgepackt werden. Bausätze sind also nur für wenige Kunden interessant.

Erfolgreicher ist derjenige, der die Bausatz-Komponenten in Masse einkauft und entsprechend den Kundenwünschen zusammenfügt. Bausatz-Komponentengruppen sind übrigens der einfachste Weg in die Industrie 4.0: Sie können die Komponenten weiterhin in gewohnter Massenproduktion herstellen, was die Preise niedrig hält. Lediglich die Montage und einzelne Teile wie z.B. das Gehäuse bleiben individuell.

Halten auch Sie den Anschluss

Haben auch Ihre Kunden Bedürfnisse, die Ihr Produkt nicht 100%ig befriedigt? Verkaufen Sie beispielsweise Fliesenkleber nur in 25kg-Säcken, während Ihre Kunden aber nur eine genau ausgerechnete Menge haben wollen? Bieten Sie doch auf Ihrer Website einen Fliesenkleber-Kalkulator mit angebundener Bestellung über die exakt abgewogene Menge an. Sie werden preislich besser dastehen als die Konkurrenz, die ihren Kunden 14 kg zu viel Kleber mitverkaufen muss.

Hat Ihre Produktion noch hohe Rüstungskosten? Dann arbeiten Sie an guter Software, die z.B. automatisch CNC-Pfade für einige Zuschnitte erstellt. Spätestens mit den niedrigeren Rüstkosten werden Sie mehr Aufträge gewinnen und trotzdem keinen Verlust machen.

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