AfA für eine Maschine in der Produktion

Ihre Firma hat eine eigene Produktpalette, eine Produktentwicklungsabteilung und eine eigene Produktion? Dann möchte ich Ihnen einige Dinge vor Augen führen:

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Wieviel kostet die Maschine?

Eine professionelle Maschine für den Produktionseinsatz ist eine erhebliche Investition. Den Kaufpreis bestreiten Sie entweder aus einer Bankenfinanzierung, aus einem Leasing oder aus Eigenkapital.

  • Sollten Sie die Maschine aus Eigenkapital bestreiten, stellen Sie sich folgende Frage: Kaufen Sie die Maschine, weil Sie Geld übrig haben (und es gerade ein Rabatt auf die Maschine gibt) oder benötigen Sie die Maschine wirklich zur Produktion?
  • Sollten Sie die Maschine finanzieren, überlegen Sie sich die Zinskosten. Die meisten Finanzierungen laufen darauf hinaus, dass sie ca. das 2,5-fache des Wertes für die Maschine bezahlen. Multiplizieren Sie den Preis der Maschine mit 2,5 und überlegen Sie erneut, ob sich dieser Preis lohnt.
  • Sollten Sie die Maschine leasen, überlegen Sie, ob es sich lohnt, eines Abschreibungsinstrumentes wegen höhere Gebühren auf sich zu nehmen.

Passen die AfA-Abschreibungszeiträume?

Überlegen Sie folgendes:

  • Bei einer Eigenkapitalfinanzierung verlieren Sie zwar die Barbestände zum Zeitpunkt des Kaufes, die Steuermindernden Effekte der Anschaffung entfalten sich aber erst im Laufe des Abschreibungszeitraumes, was in gewissen Situationen zu Liquiditätsengpässen führt. Ein Grund, weshalb Auto-Leasing sehr beliebt ist, obwohl es unrentabler als ein Kauf ist.
  • Bei der Finanzierung kann der Finanzierungszeitraum ebenfalls vom Abschreibungszeitraum abweichen, was ebenfalls zu einem Ungleichgewicht zwischen Barbeständen und Besteuerung führt.
  • Beim Leasing können Sie die steuerliche Belastung ausbalancieren, wie Ihnen beliebt. Das kann in vielen Fällen bares Geld sparen.

Wieviel produziert die Maschine?

Sie können eine Maschine nie genau ausbalancieren. Entweder Sie haben ein Trend-Produkt, dann wird Ihr Lager immer ausverkauft sein und die Maschine zu langsam – oder Sie haben gerade einen Ladenhüter entwickelt und die Abschreibungskosten fressen Sie auf.

Die Lösung für eine gute Auslastung ist, sehr viele Maschinen und sehr viele diverse Aufträge für die Maschine zu haben. Das können am besten Dienstleister realisieren.

Warum produzieren Sie selbst?

Um eine Maschine zu unterhalten benötigen Sie folgendes:

  • Die Maschine
  • Personal, das sich mit der Maschine auskennt, diese warten und bedienen kann
  • Einen Plan B für Produktionsausfälle Ihrer Maschine
  • Die Maschine ist wahrscheinlich nicht schnell genug in Stoßzeiten und Sie haben Lieferschwierigkeiten
  • Die Maschine wird in Flautezeiten nicht ausgelastet
  • Die Maschine veraltet schnell

Lassen Sie hingegen von einer Produktionsfirma fremdproduzieren haben Sie folgende Vorteile:

  • Kosten nur, wenn Sie tatsächlich produzieren lassen
  • Gewährleistung einer zuverlässigen Lieferung
  • Sie müssen kein Personal für eine Maschine bereithalten
  • Unterjährige Abschreibung der Produktionskosten
  • Billigere Angebote mit modernsten Maschinen bei hohen Bestellzahlen zu Stoßzeiten
  • Modernen Maschinenpark (fast) beliebiger Anbieterwechsel

Ihre Firma ist also insgesamt schlanker, trägt weniger Risiken und kann sich voll auf die Produktentwicklung konzentrieren. Sie sind nicht mehr durch Ihre verfügbaren Produktionsmaschinen in der Entwicklung eingeschränkt, sondern können sich um den Markt, den Vertrieb und das Design kümmern.

Sollte Ihre Firma sich hingegen mit Auftragsproduktion befassen, teilen Sie diesen Artikel mit Ihren potenziellen Kunden.

Arbeitskarten im Maschinenbau digitalisieren?

Viele Maschinenbau-Betriebe scheuen sich davor, ihre Arbeitskarten zu digitalisieren, oder überhaupt erst einzuführen. Und das nicht ohne Grund.

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 Der Aufwand mit einer Arbeitskarte

Arbeitskarten zu pflegen ist ein nicht zu vernachlässigender Aufwand. Hat man gut geschultes Personal, wird dieses wohl von selbst aus den Zeichnungen lesen, welche Arbeitsgänge ein Produkt für die Fertigung absolvieren muss. Bei so einer Situation muss man den zusätzlichen Einsatz einer Niederschrift des Allgemeinwissens der Fertiger schon gut begründen, beispielsweise mit der Abrechnung eines Leistungslohns.

Synergien ausnutzen

Arbeitskarten allein zu digitalisieren ist zwar möglich, ersetzt aber nur das Medium Papier durch das Medium Tablet oder PC. PCs sind in der Anschaffung teurer, Papier im Verbrauch und in der Lagerung.

Eine Kombination der Arbeitskarten mit der Kalkulation hingegen macht schon mehr Sinn. Doch während nur jedes fünfte Angebot in einem Auftrag mündet, steckt in den Arbeitskarten wesentlich mehr Arbeit. Die Lösung für dieses Problem ist, die leichtgewichtigen Angebote erst bei Auftragsbestätigung in schwergewichtige Arbeitskarten durch Informationsanreicherung umzuarbeiten. In jedem Fall hat man die erneute Eingabe der Arbeitsschritte, sowie der geschätzten Maschinenminuten gespart.

Eine weitere Synergie ergibt sich beispielsweise bei der Kombination der Arbeitskarten mit der Abrechnung eines Leistungslohnes. Hier müssen die Arbeitskarten lediglich noch um die ausführenden Mitarbeiter ergänzt werden, um aus der Datenbank die Stundenabrechnung zu gewinnen.

Wie sieht das konkret aus?

Ein Fall, wie das konkret aussehen kann, lesen Sie in diesem Artikel.

AfA: Abschreibung für Software

Sie planen eine Software-Anschaffung oder Software-Entwicklung? Dann hier die Möglichkeiten der Abschreibung:

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5 Jahre

Über 5 Jahre müssen individuell entwickelte Software-Projekte abgeschrieben werden. Dazu gehören beispielsweise ERP-Systeme.

3 Jahre

Mit 3 Jahren sind Sie dabei, wenn Sie Standardsoftware anschaffen, die teurer als 410 € ist. Ebenfalls in die 3-jährige Abschreibung fällt die Anschaffung von PC- oder Server-Hardware, sowie Software, die mit Hardware zusammen ausgeliefert wird und sich buchhalterisch nicht von der Hardware trennen lässt.

Unterjährig

Unterjährig können Sie normalerweise nur Standardsoftware unter 410 € abschreiben. Doch auch Individualsoftware können Sie unterjährig abschreiben, solange diese von Ihnen entwickelt wurde. Eine weitere Möglichkeit für unterjährige Abschreibung ist die Modernisierung und Wartung vorhandener Software. Ganz kluge Entscheider schaffen sich ein Grundgerüst ihrer Software an und lassen dann im selben Atemzug weitere Module für die Software, als Modernisierung gebucht, entwickeln.

SaaS als monatliche Betriebskosten

Nutzen Sie Cloud-Software, die Ihnen als SaaS (Software as a Service oder auf deutsch: Software als Dienstleistung) angeboten wird, zahlen Sie einen monatlichen Beitrag, der als Betriebsausgabe angerechnet wird. Neben der Flexibilität (kurze Kündigungsfristen) müssen Sie allerdings auch die TCO, Total Cost of Ownership, also die Gesamtkosten des Besitzes, beachten. Eine Software für € 20 monatlich summiert sich auf € 240 jährlich oder auf € 1.200 in 5 Jahren zusammen. Je nach Konstellation lohnt sich bei manchen Cloud-Anbietern schon, Individual-Programmierung als Alternative in Betracht zu ziehen.

Leasing

Eine Alternative, die Abschreibungs-Zeiträume selbst bestimmen zu können, ist das Leasing. So gibt es beispielsweise ERP mit Leasing, die neben den 5 Jahren und 3 Jahren auch 2 Jahre als Leasing-Zeitraum anbieten.

Fazit

Planen Sie eine Softwareentwicklung, gibt es, Gestaltungsspielraum beim Zulieferer vorausgesetzt, die Möglichkeit, sowohl 5-jährig, 3-jährig, als auch unterjährig abzuschreiben. Die 5-jährige Abschreibung ist die natürlichste Art. Bei einer 3-jährigen Abschreibung verknüpfen Sie die Software-Anschaffung mit einer Hardware-Anschaffung und lassen sich einen Komplettpreis machen und bei der unterjährigen Abschreibung (Ende des Jahres) buchen Sie das Entwicklerteam als Dienstleistung.

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Finanz-Simulation für mittelständische Unternehmen

Sie kennen die Kostenvergleichsrechnung aus dem Controlling? Dann halten Sie sich fest. Denn das Verfahren kann man mithilfe einer Finanz-Simulation stark präzisieren und sogar visualisieren.

Simulationsgrundlagen

finanzsimBei der Simulation geht es nicht nur darum, den Kapitalwert einer Entscheidung zu ermitteln, sondern über den gesamten Lebenszeitraum hinweg die Kapitalflüsse jeder Periode zu ermitteln.

Für Nicht-BWLer: Wir wollen für jede durchgerechnete Variante wissen, zu welchem Zeitpunkt uns wieviel Geld zur Verfügung steht und was mit dem Geld passiert.

Eine Simulation läuft in sog. Simulationsschritten ab. Jeder Simulationsschritt symbolisiert eine Periode, beispielsweise einen Monat. Für jede Periode wird anhand von Regeln festgelegt, welche Buchungen auftreten werden. Im Gegensatz zur Kostenvergleichsrechnung beherrscht die Simulation wesentlich komplexere Szenarien. Prinzipiell kann man jedes beschreibbare Phänomen in einer Simulation abbilden.

Mögliche Simulationsregeln

Hier eine Liste an Beispielen für Simulationsregeln:

  • Eine einmalige Zahlung: im Juni 2020 kommen 2.000 Euro Neuanschaffungskosten für Gerät XXX auf uns zu
  • Periodische Zahlung: die monatliche Miete beträgt 1.200 Euro
  • Es wird periodisch Ware verkauft. Ein Erlös von 35 Euro pro Stück multipliziert mit der (vermuteten) Verkaufsmenge
  • Zufällig geschieht alle 5 Perioden ein Produktionsausfall, der durchschnittlich 400 Euro Schaden anrichtet

Die Regeln lassen sich beliebig verfeinern:

  • So kann die Miete A bis August 2024 begrenzt sein, da ab dann Miete B in Kraft tritt, die eine andere Höhe hat
  • Der Zeitpunkt einer einmaligen Zahlung kann von einem anderen Ereignis abhängen – beispielsweise der Markteinführung eines Produkts
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Schadens ist höher, wenn Sicherheitsmaßnahme X nicht durchgeführt wird, die aber monatliche Kosten von Y verursacht

Die Varianten simulieren

Basierend auf dem Simulations-Grundgerüst können nun Varianten simuliert werden. Varianten sind in einer Simulation lediglich veränderbare Parameter an den Regeln. Mögliche Varianten können sowohl klassische A-B-Vergleiche wie in der Kostenvergleichsrechnung sein, aber auch wesentlich komplexer ausarten. Beispiele:

  • Maschine A oder B kaufen: Regeln für Anschaffungskosten, Betriebskosten und Produktionsmenge variieren
  • Zeitpunkt eines Umzuges in neue Räumlichkeiten: Regeln für Miethöhe und Arbeitsproduktivität variieren

Analyse der Varianten

In der Finanz-Simulation lassen sich die Varianten wesentlich genauer analysieren als in der traditionellen, starren Kostenvergleichsrechnung. So wird neben dem Kapitalwert auch die Liquidität zu jedem Zeitpunkt ermittelt. Neben dem Vorteil der besseren Planbarkeit, lassen sich mit der Simulationsmethode beispielsweise Tagesgeld-Kontokurrent-Kredite berechnen.

Wiederverwendbarkeit

Simulationen sind wiederverwendbar. Sind Ihre Annahmen richtig gewesen oder müssen sie angepasst werden? Die Simulations-Regeln sind schnell an die Realität angepasst und darauf basierend können Sie neue Glaskugel-Erkenntnisse gewinnen.

Fazit

Mit der Finanz-Simulation bauen Sie sich ein mächtiges Werkzeug, die Auswirkungen von Entscheidungen zu prüfen. Fangen Sie an, die eigene Simulation zu entwickeln oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um sich die vorwiegend technischen Aspekte dieser Arbeit abnehmen zu lassen.

Einen Bildschirm in Ihren Ladengeschäft

Sie besitzen einen kleinen Laden oder arbeiten gar in einer Firma mit großem Filialsystem? Dann bringen Sie doch Ihre Botschaften an den Mann!

Was haben Sie Ihren Kunden zu sagen?

Botschaften gibt es viele! Machen Sie Ihre Kunden auf neue Produkte oder Sonderangebote aufmerksam, zeigen Sie Filme über die Region oder schaffen Sie Abwechslung. Sollten Sie eine Arztpraxis haben, bauen Sie Agressionen im Wartesaal ab, indem Sie Landschaftsbilder oder Infovideos zeigen.

Haben Sie einmal einen Bildschirm aufgebaut, sollte dieser regelmäßig mit aktuellen Informationen bestückt werden, ansonsten geht der Nutzen verloren. Gute Angebote macht hier beispielsweise Ostsachsen.TV. Doch auch andere Informationsquellen sind möglich. So können wir beispielsweise Webcam-Bilder einbinden oder tagesaktuell Informationen aus Webseiten oder beispielsweise Ihren Facebook-Posts extrahieren.

Wie sieht das technisch aus?

Launix Videobox
Die Launix Videobox bietet Ihnen genau die Lösung für Ihre Probleme. Sie können sowohl Standbilder, als auch Videos auf der Box abspielen. Die Daten erhält die Box übers Internet. Sie bestimmen von Ihrem Büro aus, welche Inhalte in welchem Zeitraum abgespielt werden. Die Box muss lediglich sporadisch mit Internet versorgt werden, um sich die aktuellen Videos und Bilder zu besorgen.

Die Launix Videobox stecken Sie einfach an einen an der Wand montierten Bildschirm oder Fernseher an. Internet-Verbindung wird entweder über ein LAN-Kabel oder einen WLAN-Stick hergestellt. Jede Launix Videobox wird ab Werk für Ihre Inhalte vorbereitet und eingestellt und ist anschließend im LAN einsatzbereit. Sollten Sie kein LAN-Kabel zur Verfügung haben, muss die Box mit einem WLAN-Stick versorgt werden und einmalig das Passwort eingestellt werden.

Worauf warten Sie noch?

Nehmen Sie mit Ostsachsen.TV Kontakt auf, wenn Sie regionales Fernsehen in Ihrem Verkaufsraum ausstrahlen wollen. Wollen Sie stattdessen eigene Inhalte bereitstellen und benötigen bloß die Hardware, klicken Sie auf unserer Website die Ruprik „Kontakt“ an.

Die automatische Fabrik

Für einige ist es die Erfüllung der Technik, für andere der Albtraum der Beschäftigungslosigkeit. Es geht um die automatische Fabrik, genauer gesagt die Automatisierung sämtlicher Wirtschaftsprozesse.

Rohstoffgewinnung

Reden wir von der fernen Zukunft, in der alles automatisiert sein wird, können wir nicht nur unsere endlichen Ressourcen unter der Erde ausbeuten. Gleichermaßen muss Recycling die Hauptrolle in der Rohstoffgewinnung spielen. Recycling ist übrigens wesentlich effizienter als die Rohstoffgewinnung aus der Erde: Lagerstätten enthalten wenige Gramm des erwünschten Metalls in einer Tonne Erde. Die gewollten Rohstoffe abzuscheiden, ist aufwendig. Vorsortierte Recycling-Materialien haben eine wesentlich höhere Wertstoffdichte. Es müssen allerdings noch effektive Scheideanstalten entworfen werden, die idealerweise den Müll elementweise sortieren kann. Forschungsansätze experiementieren da mit Plasma-Zuständen. Zentrifugen könnten die Material-Sortierung vornehmen.

Halberzeugnisse

Die Herstellung von Halberzeugnissen ist bereits weitestgehend automatisiert. Maschinen verarbeiten Rohstoffe zu den gewünschten Produkten weiter. Wo heutzutage noch wenig automatisch läuft, ist der Einkauf und die Anlieferung der Rohstoffe, sowie der Verkauf und Abtransport, sowie die Lagerung. Vielleicht wird es eines Tages Software in Firmen geben, die anhand der Einkaufs- und Verkaufs-Preise an der Börse selbstständig entscheidet, ob produziert wird oder es profitabler ist, die Maschinen anzuhalten. Der Kauf von Rohstoff-Termingeschäften ist heutzutage schon problemlos möglich. Allerdings fehlt noch die Komponente, wie der Transport der Rohstoffe von der Erzeugerstätte zum Bestimmungsort ablaufen soll. Anstatt auf selbstfahrende Autos zu setzen, wären auch Eisenbahnen denkbar. Schüttgut kann heute schon von selbst auf Züge beladen werden. Die Weichenstellung läuft größtenteil schon automatisch. Lediglich am Bestimmungsort müsste noch eine Entnahmevorrichtung die Rohstoffe aus dem Zug entnehmen.

Produkte

Bei den Produkten wird es problematischer. Diese benötigen, anders als die relativ festgeschriebenen Halberzeugnissen, Produkt-Designs, die mit dem Vertrieb abgestimmt werden müssen, um den sehr feinen Kunden-Geschmack zu treffen. Vielleicht wird es irgendwann eine KI geben, die interessante Produkte entwickelt, vielleicht wird diese Sparte aber ewig in Menschenhand bleiben.

Die Vielfalt der zur Produktion eingesetzten Maschinen könnte drastisch abnehmen, da universelle Maschinen wie 3D-Drucker, CNC-Maschinen und Montage-Arme die in Dateien vorliegenden Designs produzieren können.

Vertrieb und End-Logistik

Einmal entwickelte Produkte könnten über Online-Shops vertrieben werden. Die Online-Shops müssten die Produkte einlagern und an die Endkunden ausliefern. Amazon experimentiert bereits mit Drohnen-Zulieferung. Ähnlich wie in Flughäfen kann man sich aber auch Transportbänder vorstellen, die unterbezahlte Paketzusteller ersetzen sollen. Das Lager müsste noch mit dem Versand durch Roboter-Arme gekoppelt werden. Momentane Ansätze scheitern noch an der großen Vielfalt von Produktgrößen, die in Pakete verpackt werden müssen.

… und die Realität?

Die Realität sieht etwas nüchterner aus. Wir Menschen sind immer weniger bereit, Geld für Produkte auszugeben. Das hat zur Folge, dass die Firmen Geld einsparen, indem sie die Löhne drücken. Viele Bereiche in der Wertschöpfungskette sind bereits automatisiert. Da unser Wirtschaftssystem aus vielen kleinen, wirtschaftlich handelnden, Individuen, den Firmen, besteht, wurden zuerst die Bereiche automatisiert, bei denen die meisten Einsparungen zu erreichen waren. Künftige Firmen müssen viel größer wachsen, damit sich für sie die einzelnen Optimierungen noch lohnen. Denn Menschen können sehr gut mit vielen kleinen, wechselnden, komplexen Aufgaben umgehen.

An vielen der Automatisierungen, die hier vorgestellt wurden, wird momentan schon gearbeitet. Unsere Firma beispielsweise arbeitet momentan daran, die Kommunikation zwischen den Fertigern einer Firma und ihrer Produktionsleitung zu digitalisieren. Ob als nächstes die Fertiger zuerst durch Roboter oder die Produktionsleitung zuerst durch Software ersetzt wird, steht noch in den Sternen.

Idee: Hauskonfigurator

Was halten Sie von folgender Website: Man googelt nach „Haus bauen“ und findet sich auf einer grünen Wiese wieder. Man gibt die Umrisse seines Grundstücks an, setzt ein Fundament in die Landschaft und kann anfangen, wie in den Sims ein Haus anzulegen: Wände, Geschosse, Dachstühle, Fenster und Türen platzieren. Nur mit einem Unterschied: Das geplante Haus kann er danach bestellen!

Technische Probleme

Um diese Vision umzusetzen, muss man noch einige Fragen klären:

  • Wie komplex können Grundstücke werden? Und wie genau kann der potenzielle Bauherr seine abgemessenen Grundstücksgrenzen spezifizieren? Was geschieht mit Verwerfungen, die in die Keller-Planung mit einbezogen werden müssen?
  • Wie komplex soll er das Fundament werden? Darf es mehr sein als nur ein Rechteck?
  • Arbeitet man mit einem Raster und verkauft dem Kunden dann Fertighaus-Segmente oder lässt man die zentimetergenaue Wahl, Wände zu setzen und schneidet anschließend Steine zu?
  • Soll der Nutzer die Wände selbst ziehen oder soll er seine Wunsch-Nutzfläche und Zimmeraufteilung angeben und der Konfigurator generiert ihm Wände?
  • Wie behandelt man die Vielfalt von Balkon-Versimsungen?
  • In welchem Winkel wird das Dach im Konfigurator angedeutet und was wird dann in der realen Welt gebaut?
  • Schränkt man eventuell die Grundformen des Hauses ein (Balkone, Anzahl Geschosse, Dachform) und lässt den Kunden nur die Trockenbauwände ziehen?
  • Welche Räume werden sanitär versorgt?
  • Welche Zusatzoptionen bietet man an: LAN aus der Steckdose, Wahl des Heizungssystems, Solarpaneele?
  • Bietet man einen Kostenvoranschlag digital an oder erst auf Anfrage? Was macht psychologisch mehr Sinn?

Allein die Vielfalt an Bau-Elementen wie Türen, Fenstern etc. bedeuten:

  • entweder eine geringe Auswahl an Designs
  • oder eine große Auswahl, die aufwendig zu pflegen ist (Produktkataloge etc.)
  • oder die Chance, eine offene Handelsplattform zu schaffen, auf der Fenster-, Türen-, und sonsige Element-Zulieferer ihre eigenen Produkte in den Konfigurator einbinden können und damit ihren Umsatz steigern

Vermarktung

Die Vermarktung des Konfigurators könnte über zwei Kanäle erfolgen: Zum einen die bezahlte Werbung von Google, zum anderen durch die virale Verbreitung im Netz.

Bei der bezahlten Anzeigen-Werbung im Suchnetzwerk würde pro Klick (Seitenbesuch) ein gewisser Cent-Betrag geboten. Anhand der Conversion Rate (Prozentsatz der Besucher, die kaufen) und den Kosten pro Klick lässt sich dann der Preis eines Neukunden ermitteln.

Bei der viralen Verbreitung ist klar: Der Haus-Konfigurator mit Wand-Editor ist solch eine Innovation und auch Spielwiese, dass auch jede Menge Nutzer, die kein ernsthaftes Interesse haben, ein Haus zu bauen, eines designen werden. Diesen Spieltrieb sollte man auf keinen Fall unterbinden, denn die Fans des Haus-Baukastens könnten beispielsweise für ihre Freunde, die tatsächlich ein Haus bauen wollen, dieses designen.

Hausbau

Dieser Part wird wohl der schwerste: Lassen sich alle konfigurierbaren Eigenschaften eines Hauses so umsetzen, wie es geplant wurde? Der Konfigurator muss auf alle Fälle gewisse Einschränkungen haben. So darf er nicht zulassen, dass ein vorstehendes Dach statisch instabil wird. Auch die Kombination verschiedener Heizungssysteme mit gewissen Fenstern könnte Problematisch werden.

Auf alle Fälle müsste jeder Auftrag vorher von einem Architekten gegengeprüft werden. Auch die Lieferbarkeit der ausgewählten Fenster, Türen und Elemente muss sorgfältig geprüft werden, möglicherweise direkt beim Bestellvorgang.

Nachtrag

Nachdem dieser Beitrag eine Weile im Netz ist und ich auch mit Adwords Werbung dafür gemacht habe, sammelten sich einige Webseitenbesucher. Jedoch kaum die Architekten und Baufirmen, an die dieser Beitrag gerichtet ist, sondern vielmehr suchende Bauherren, die gerne mehr als nur ein Kontaktformular hätten. Sie würden gerne einen konkreten Kostenvoranschlag online und ohne Preisgabe ihrer Daten erhalten. Sie hätten gerne eine Spielwiese, auf der sie ihre Träume ausdenken, bevor sie sie umsetzen. Haben Sie Lust, die Baufirma zu sein, die diese Träume verwirklichen wird?

Und jetzt Sie!

Sind Sie ein Architekt, eine Baufirma oder kennen Sie jemanden, der eins von letzteren beiden ist? Dann empfehlen Sie diesen Artikel weiter! Wir würden uns gerne freuen, diesen Konfigurator umzusetzen und viele Häuslebauer damit zu erfreuen.

Was sind Web-APIs und was bedeutet das für die Anwender?

Im Zeitalter des PC war Software noch einfach aufgebaut: Ein Programm speicherte die Daten lokal auf dem PC und stellte dem Nutzer eine Oberfläche bereit, um auf die Daten zuzugreifen. Mit der Entwicklung des Internets und der großen Bandbreite an Endgeräten (PC, Smartphone, Tablet, Maschinensteuerung, Sensoren) wächst der Wunsch, vernetzt auf die Daten zuzugreifen. Was das aber für Gefahren bedeutet, wurde klar, als mit der Verbreitung des Internets die ersten Viren aufkamen.

Erste Evolution: Trennung von Anwendung und Speicherung der Daten

Die meisten Anwendungen aus den 2000er-Jahren haben ihre eigenen Datei-Formate. Die Dateien müssen in den Arbeitsspeicher geladen werden und organisieren sich erst dort in Speicherstrukturen, auf die schnell zugegriffen werden kann. Das führt dazu, dass gerade bei großen Datenmengen der PC abstürzt. Heutige Software verwendet für die Speicherung eher Datenbanken. Diese bauen von selbst Strukturen auf, mit denen man effektiv auf die Daten zugreifen kann, egal wie groß diese anwachsen. Mit der Abfragesprache SQL gibt es eine standardisierte Kommunikationsleitung zum Speicher-Backend.

Zweite Evolution: Trennung von Geschäftslogik und Oberfläche

Saubere Software enthält zwar schon intern eine Trennung der Geschäftslogik von der Oberfläche. Das war jedoch eine interne Aufteilung innerhalb der Software. Trennt man diese zwei Komponenten tatsächlich in zwei Programme auf, die nur über eine Netzwerk-Leitung miteinander kommunizieren, ergibt sich folgende Situation:

  • Die Geschäftslogik kontrolliert, welche Aktionen (z.B. „Kunde hinzufügen“) durch welche Nutzer erlaubt sind
  • Die Oberflächen stellen lediglich die Daten dar und leiten Aktionen an die Geschäftslogik weiter
  • In der Geschäftslogik haben Sie nun die komplette Kontrolle über alle Daten inklusive den Zugriffsrechten
  • Eine Software ist nun nicht mehr an eine Oberfläche gebunden. Sie können eine PC-Oberfläche, eine Tablet-Oberfläche und einen autonomen Druck-Service im Keller einrichten, die alle auf dieselbe Geschäftslogik zugreifen
  • Die Kommunikation zwischen den Oberflächen und der Geschäftslogik erfolgt über eine sogenannte Web-API

WebAPIs

Die Bereitstellung der Geschäftslogik über das Netzwerk oder das Internet geschieht über das bereits von Browsern benutzte HTTP-Protokoll. Über das HTTP-Protokoll werden die Anfragen und Antworten gesendet. Damit die Daten maschinenlesbar sind, werden diese noch in ein Zwischenformat eingepackt: Entweder dem altbekannten XML oder dem kompakteren JSON.

Was bedeutet das für Anwender

Setzen Sie eine Web-API ein, sind Sie flexibler und ungebundener! Ihre Kern-Geschäftslogik ist in einem zeitlosen Programm festgehalten, das mit der Datenbank kommuniziert. Ob in Zukunft noch MS Windows benutzt wird, oder alles über Tablets läuft – wer weiß? Jedenfalls können Sie die Oberflächen, die auf die Geschäftslogik zugreifen, beliebig austauschen. Sollten Sie noch alte Datenbestände haben, können Sie problemlos über die WebAPI Bestandsdaten einfüttern. Genau so funktioniert der Export. Die von allen Entwicklern lesbaren Formate XML und JSON sichern Ihnen potenziell Unterstützung durch beliebige Fremdfirmen zu.

Somit gehen Sie weg von einer Insellösung hin zu einer vernetzbaren Softwarekomponente, die Sie an verschiedene andere Datenquellen anschließen können.

Neues Video-Logo von Launix

Launix hat ab jetzt ein Video-Logo. Durch den einprägsamen Slogan „Vorsprung durch Software“ kam der Gedanke, eine Branding-Kampagne zu starten. Nach der Produktion des Slogan-Audios und anschließend des Video-Logos wird nun eine Video-Kampagne im Internet laufen, die den Slogan möglichst vielen Personen zeigen wird. Daraus erhoffen wir uns, in den Köpfen der Leute zu bleiben, denn der Gedanke für eine Softwareentwicklung reift erst Stück für Stück.

Access Datenbank programmieren – Umstieg auf SQL

Sie haben einige Daten in Ihren bereits vorhandenen Access-Datenbanken und benötigen jetzt eine Anpassung oder planen einen Aus- bzw. Umstieg? Dann lesen Sie diesen Artikel!

Umstieg auf SQL-basierte Datenbank

Wie bereits im vorangegangenen Artikel beschrieben, bieten Access-Datenbanken Bequemlichkeit, allerdings auch Gefahren und Probleme bei der täglichen Handhabung. Auf der anderen Seite zieht jeder Einsatz einer SQL-basierten Datenbank eine Software-Entwicklung mit sich. Dieses Thema möchte ich in diesem Artikel genauer beleuchten, um Sie aufzuklären, was Sie erwartet:

Schritt 1: Tabellen-Entwurf

Tabellen in SQL funktionieren wie in Access. Allerdings ist man bei Access dazu geneigt, weniger Tabellen anzulegen und Fremdschlüsselbeziehungen direkt in die Tabellen aufzunehmen. Wie bereits im vorangegangenen Artikel beschrieben, verstößt das gegen die erstrebenswerte Datenbank-Normalform. Hinzukommen zu den Tabellen werden wahrscheinlich noch eine Nutzer-Liste, um Netzwerk- und Internetzugriffe auf Ihre Software mit Nutzername und Passwort gegen Fremdeingriffe abzuschirmen.

Schritt 2: Entwicklung der Geschäftslogik

Die Geschäftslogik beschreibt die Aktionen, die Anwender in der Software tun können, bzw. dürfen. Eine Aktion wäre beispielsweise das Hinzufügen eines Kundendatensatzes, eine andere das Entfernen desselben. Ebenfalls zur Geschäftslogik gehören Abfragen, wie beispielsweise die Auflistung aller Kundendatensätze, der Abruf eines einzelnen Kundendatensatzes, sowie seiner Adressen oder auch das Abrufen von statistischen Daten, die anschließend in einem Diagramm dargestellt werden sollen.

Schritt 3: Entwicklung der Oberfläche

Jede Aktion der Geschäftslogik muss in der grafischen Oberfläche irgendwo verankert werden. So wird die Aktion „Kundensatz hinzufügen“ beispielsweise durch ein Formular realisiert. Von grafischen Oberflächen kann es mehrere Varianten geben, solange alle auf dieselbe Geschäftslogik zugreifen. So kann beispielsweise eine Tablet-Version der Software angefertigt werden, die lediglich das Statistik-Diagramm anzeigt, sowie erlaubt, zum Kunden, zu dem man gerade fährt, Notizen anzulegen.

Schritt 4: Installation, Test, Nutzung und Service

Planen Sie auf alle Fälle zusätzlich zum Software-Erstellungs-Budget Rücklagen für eine Weiterentwicklung ein. Haben Sie erst einmal eine Software im Einsatz, fallen Ihnen noch viele Dinge ein, die man besser machen kann. Auch Gesetzesänderungen oder nichtkonformes Kundenverhalten können eine Weiterentwicklung erforderlich machen.

Fazit

Machen Sie sich klar, was eine Softwareentwicklung bedeutet. Lassen Sie sich nicht von den hohen Anfangskosten abschrecken. Haben Sie erst einmal eine programmierte Software im Einsatz, kommen Sie damit besser.