Wie bestimmt man den Wert einer Software

Software ist eine der kritischen Bereiche in jedem Unternehmen. Mit der Wahl der Software entscheiden sich über Jahre hinweg die Arbeitsweise und damit auch die Effizienz Ihrer Firma.

Kann man Software überhaupt kalkulieren?

Software ist ein sehr komplexes Thema. Es können sehr viele Dinge passieren, die alle Pläne verwürfeln: Datenverlust; Inkompatibilitäten; Projekt-Verzögerungen ….

Und trotzdem lohnt sich genaueres Planen. Denn mit der Wahl der richtigen Software lassen sich in einigen Abläufen bis 100-fache Effizienz erreichen. Ein Beispiel ist das Auffinden alter Messprotokolle bei einer Reklamation. Um Ihnen zu zeigen, dass das nicht unrealistisch ist, hier ein Beispiel:

Händisch Software
  • Laufweg zum Archiv: 50s
  • Herausholen der nach Jahrgängen sortierten, beschrifteten Archivkisten: 20s
  • Durchblättern der nach Datum sortierten Messprotokolle: 15s
  • Gang zum Kopierer/Scanner, Kopieren/Scannen: 30s
  • Wiedereinsortieren des Zettels in den Stapel: 20s
  • Laufweg zurück: 50s
  • Eintippen des Datums: 10s
  • Klicken auf den richtigen Datenbank-Eintrag: 5s
  • Gang zum Drucker, Drucken: 30s
Gesamt: 185s Gesamt: 55s

1. Schritt: Feststellen der Alternativlösung

Es gibt für jeden Prozess mehrere Möglichkeiten, ihn durchzuführen. Eine Lösung ist der Weg, wie Sie es gerade tun. Gerade beim Aufbau eines Geschäfts ist es nicht wichtig, wie effizient Prozesse ablaufen. Wichtiger ist da die generelle Machbarkeit, sowie die Marktfähigkeit einer Idee, weshalb viel Handarbeit verwendet wird. Im Verlaufe der Professionalisierung muss nach Alternativen zum anfänglichen Vorgehen gesucht werden.

Um die Effektivität einer Prozess-Optimierung bestimmen, muss man auch die alten Prozesse betrachten, um einen Vergleich zu haben. Denn die Anschaffungs-Kosten der Software dürfen maximal den Effizienz-Unterschied der damit neu eingeführten Prozesse betragen. Die Alternative zur Software ist immer die Art und Weise, wie Sie es bisher gehandhabt haben.

In Schritt 1 listen Sie alle Kosten für den Prozess auf, wie Sie ihn momentan betreiben.

2. Schritt: Umreißen der Software bzw. der neuen Prozesse

Wie würden die Prozesse mit Softwareeinsatz aussehen? Welche Arbeits-Schritte werden durch andere ersetzt, welche bleiben und welche fallen weg? Kommen vielleicht noch Arbeitsschritte hinzu wie z.B. die Datenpflege?

Je nach eingesetzter Software-Art können die Änderungen an den Prozessen unterschiedlich ausfallen. So wird der Einsatz einer Standard-Software mehr Handarbeit erfordern, da eine Standard-Software nicht alle Bereiche Ihres Prozesses abdeckt. Mit einer Individual-Software können Sie mehr Fliegen mit einer Klappe schlagen, haben aber auch höhere Anschaffungskosten.

In Schritt 2 listen Sie alle Kosten für den potenziell neuen Prozessablauf auf.

3. Schritt: Kalkulation

Mit folgender Formel errechnen Sie, wieviel Sie maximal für die Software ausgeben dürfen:

Max_Kosten_Software = Kosten_Prozess_alt - Kosten_Prozess_neu - Schulungsaufwand

Zusammenfassend also: Sind Ihre alten Prozesse teurer, als potenzielle neue Prozesse plus Schulungsaufwand, sollten Sie über eine Softwareanschaffung nachdenken.

Andersherum lässt sich auch mit Ammortisationszeitäumen rechnen:

Ammortisationszeitraum = Kosten_Software / (Kosten_Prozess/Monat_alt - Kosten_Prozess/Monat_neu - Schulungsaufwand)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen