Warum wir an unsere Kunden den Quellcode ausliefern

Einmal wurde ich von einem Mitbewerber gefragt: „Und was tut ihr, um eure Software zu verschlüsseln?“. Daraufhin hakte ich nach: „Wie? Verschlüsseln?“ – „Na ihr müsst doch irgendwie verhindern, dass der Kunde die Software weiterentwickelt oder ein Nachfolger etwas damit anfangen kann. Das ist ja auch Kundenbindung!“.

Kundenbindung funktioniert bei uns anders

Zwang ist kein gutes Mittel zur Kundenbindung. Sowohl der Kunde als auch der Lieferant werden dadurch unglücklich. Auf beiden Seiten sind die Beteiligten demotiviert und dem Kunden wird es erschwert, sein Ziel mit der Software zu erreichen.

Kunden zufrieden zu machen heißt bei Launix auch, diese gehen zu lassen, wenn diese die Software von einem anderen Lieferanten weiterentwickelt haben wollen. Gründe dafür gibt es viele. Einige Kunden stehen beispielsweise unter Kostendruck und wollen sich im Ausland umsehen. Andere wiederum stocken ihre internen Kräfte auf, wodurch der Bedarf an externer Hilfe sinkt. Manchmal könnte es auch von Kapazitäten unsererseits mangeln.

Der Grund bei uns Software entwickeln zu lassen ist vor allem, dass wir uns in Ihre Probleme hineindenken können und auch selbstständig Ideen zur Lösung anbringen. Wer diesen Service zu schätzen weiß, der wird auch bei uns bleiben.

Kunden bei Launix können den Projektstand mitverfolgen

Wir bei Launix setzen ein Projektverwaltungstool namens Gogs ein. Einige unserer Projekte sind auch OpenSource und können auf der Explore-Seite von unserem Gogs nachgeschlagen werden.

Unsere Kunden bekommen einen Login für diese Software und können anschließend ihre Fragen und Probleme direkt als „Issues“ eintragen. Entwickler sehen diese Issues direkt und können sie zeitnah beheben. Der Kunde kann nach Schließung seines Anliegens genau auf die Code-Zeilen zugreifen und bei Interesse nachsehen, was der Entwickler getan hat, um sein Problem zu beheben. Übers Gogs kann sich der Kunde auch jederzeit den Quellcode seines Projektes herunterladen.

Offener Quellcode als Qualitätsmerkmal

Viele Firmen halten ihren Quellcode nicht zurück, weil sie Angst haben, der Kunde könnte zur Konkurrenz überlaufen. Vielmehr besteht ein gewisses Haftungsrisiko. Denn durch offenen Quellcode kann der Kunde schneller Fehler an der Programmierung nachweisen, die beispielsweise auch Haftung der Versicherung ausschließen würde (die Klausel, dass die Software auf dem Stand der Technik sein muss).

Wir sind uns dieses Risikos bewusst und stellen uns der Herausforderung, Code mit guter Qualität zu schreiben.

Controlling ohne Buchhaltungsdaten

Der Beruf des Controllers ist untrennbar mit dem des Buchhalters verknüpft – oder doch nicht?

Nachteile von Buchhaltungsdaten fürs Controlling

Warum Sie die Buchhaltungsdaten beim Controlling außen vor lassen können und stattdessen lieber andere Datenquellen suchen sollten, lesen Sie hier:

  • Buchungen sind zeitverzögert: Einnahmen treten meist erst Monate nach Erfüllung des Auftrags ein. Ausgaben manchmal auf Vorrat. Besser wäre eine über den Auftrag bezogene, nach Zeit- oder Materialaufwand aufgeschlüsselte Verteilung.
  • Buchungen fassen zusammen, was Sie einzeln haben wollen: Ob es mehrere Bestellungen unterschiedlicher Bauart sind, hereingerechnete Rabatte und Gutscheine oder die beliebten an Fördermittel-Ausschüttung angepassten Rechnungen. Sie wollen es genauer.
  • Ungestellte Rechnungen, Voraus-Rechnungen uvm. erschweren glasklare Nachkalkulation
  • Buchungen stellen nur den IST-Zustand dar, während Controlling bedeutet, ein besseres KANN zu finden

Womit sonst?

Passender für zielführendes Controlling sind alle Datenquellen, die direkt mit Ihrer Arbeit zu tun haben. Lassen Sie die Buchungsdaten beim Steuerberater und tragen Sie stattdessen den Einkaufswert des Lagerbestands in Ihr ERP-System ein. Hinterlegen Sie zusätzlich den vereinbarten Verkaufspreis für jeden Auftrag im CRM. Schon haben Sie die Information aus den Buchungsdaten passgenauer abgebildet und können stattdessen mit den neuen Datenquellen weiterarbeiten.

Grundlage für gutes Controlling ist hier die Verknüpfung mehrerer Datenquellen. Errechnen Sie beispielsweise Erwartungswerte (Durschschnitte) beim Materialverbrauch aus den ERP-Daten. Diese Daten wiederum können mit den Vertreibsdaten aus dem CRM verknüpft werden und zu erwartende Umsätze mithilfe der erwarteten Ausgaben zu erwartetem Gewinn verrechnet werden.

Arbeitsrelevante Quellen für arbeitsrelevante Kennzahlen

Sehen Sie Ihr Controlling als komplexes Rechnen, das zu einem einfach verständlichen Ergebnis führt. Sind Ihre Datenquellen nah an der Arbeitswelt, bilden sie beispielsweise gearbeitete Arbeitsgänge ab, Materialeinsatz je Teil, Zeiteinsatz je Kunde, helfen diese Datenquellen auch, Kennzahlen zu errechnen, die Ihnen genau sagen, was Sie zu tun haben. Fazit: Je besser der Input, desto besser der Output.

Anforderungen an eine Softwareentwicklung

80% aller IT-Projekte scheitern. Meist liegt es an mangelnder Planung und Zielsetzung, sowie dem späteren Einsatz in der Praxis. Damit das bei Ihnen nicht passiert, haben wir einige Tipps zusammengefasst, wie Sie die Anforderungen so formulieren, dass Ihr IT-Projekt zu einem Erfolg wird.

Zielsetzung

Zuerst sollten Sie sich klar machen, warum Sie überhaupt eine Software einsetzen wollen. Sollen die Mitarbeiter effektiver arbeiten können? Wollen Sie Informationen firmenweit zugänglich machen? Sollen Kennzahlen errechnet werden, die Sie voran bringen sollen?

Formulieren Sie Ihr Ziel exakt, um anschließend die Erreichung des Ziels überprüfen zu können. Beispiel: Durch die Einführung der Software sollen alle Mitarbeiter in der Lage sein, die Mandanten ihrer kranken Kollegen zu betreuen.

Funktionale Anforderungen: Was soll die Software leisten?

In den Funktionalen Anforderungen legen Sie fest, welchen Funktionsumfang die Software haben soll. Dazu gehören neben einem Datenschema, das festlegt, welche Daten Sie sammeln wollen, auch die Funktionsweise beispielsweise der statistischen Module, die Zugangsregeln und Rechteverwaltung, sowie eine Auflistung aller Aktionen, die die User durchführen können.

Softwareentwickler sind darauf geschult, mit Ihnen diese funktionalen Anforderungen zu erfasssen, sowie zu formulieren. Dies geschieht beispielsweise durch UML-Diagramme, aber auch durch textuelle Beschreibungen.

Nichtfunktionale Anforderungen: Wie es sich anfühlen soll

Zeitvorgaben können in einigen Fällen überlebenswichtig sein. Aber auch die Optik, sowie die Bedienbarkeit entscheiden über den Erfolg einer Software-Einführung. Jedoch werden nichtfunktionale Anforderungen kaum schriftlich festgehalten. Vertrauen Sie hier guten Projektleitern, die ein Auge darauf haben.

Preisliche Anforderungen: Wieviel darf es kosten?

Um diese Frage zu beantworten, lesen Sie sich noch einmal die Ziele durch, die Sie aufgestellt haben. Welchen Wert hat das für Sie? Wieviel Gewinn machen Sie mit der Verbesserung und wieviel sparen Sie ein? Teilen Sie diesen Wert durch 2! 50% für Sie als Verdienst und 50% als Budget für die Softwarefirma, die es umsetzt. Lassen Sie sich anschließend ein Angebot machen, um zu sehen, ob eine Firma Ihr Projekt für den Preis umsetzen würde.

Organisationsstruktur: Hier sind Sie gefragt

Die bisher aufgestellten Anforderungen sind alles Anforderungen an die Software. Doch jetzt geht es um Anforderungen an Sie! Wie müssen Sie Ihre Firma umstrukturieren, um harmonisch mit der Software zusammenzuarbeiten? Was kommt mit der Veränderung auf Sie zu? Wird es, nach der Lehre des Change Management, auch User geben, die mit der Einführung keineswegs einverstanden sind? Vielleicht hilft Ihnen hier ein Coach oder Unternehmensberater weiter, der das IT-Projekt in seinem Gesamt-Umfeld sieht.

Das Pflichtenheft

Jetzt, wo Sie die Anforderungen kennen, schreiben Sie sie nieder! Das Pflichtenheft ist die formale Grundlage, der Vertrag einer Softwareentwicklung. Benötigen Sie Hilfe bei der genauen Formulierung oder benötigen Unterstützung bei der Konzeption, kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch!

So beraten Unternehmensberater Unternehmen

Sind Sie auch einer dieser Unternehmer, die Unternehmensberater für herausgeschmissenes Geld hält? Dann lesen Sie diesen Artikel, um die Guten von den Schlechten zu unterscheiden!

Beratung ist ein weitgefächerter Begriff

Fakt ist: Unternehmen, die sich beraten lassen, sind am Markt durchschnittlich erfolgreicher. Ob jetzt die Unternehmensberatung Ursache für den Erfolg ist oder eher der Erfolg und die Größe einer Firma Unternehmensberatung fast zwingend vorschreibt, wird dabei aber noch nicht klar.

Manche fragen sich, warum Unternehmensberater andere Unternehmen weiterbringen wollen, anstatt ihr Wissen dafür einzusetzen, selbst die perfekt laufende Firma aufzubauen. Dazu ist zu sagen, dass jeder Berater auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert ist, das nur einen Teil der Unternehmensführung betrifft. Sie sind als Firma also auch gut beraten, für unterschiedliche Problemstellungen (Personal-Coaching, Finanzen, Innovations-Entwicklung) auch unterschiedlich spezialisierte Unternehmensberatungen anzuheuern. Verzichten Sie hier auf die Allrounder, denn Sie selbst sind ja schon etwas wie ein Allrounder, indem Sie ein Unternehmen führen.

Die Tätigkeit des Beratens

Einen guten Unternehmensberater kennzeichnet aus, dass er nicht bestimmt, sondern berät. Sie bleiben der Chef, bekommen aber Zusatzwissen, das Ihnen hilft, bessere Entscheidungen zu treffen. Im Umkehrschluss geben Sie dem Unternehmensberater viele Informationen, Zugang zu Datenquellen, damit dieser wirklich ein realistisches Bild von Ihrem Unternehmen hat.

Echte Daten als Beratungsgrundlage

Lassen Sie sich nicht von Allerwelts-Weisheiten lenken, sondern arbeiten Sie mit wissenschaftlich fundierten Daten. Dazu können folgende Datenquellen beitragen:

  • Interne Datenquellen
    • Buchhaltungsdaten
    • Kennzahlen
    • CRM-Daten
    • ERP-Daten
    • Website-Statistiken
  • Externe Datenquellen
    • Statistiken
    • Studien
    • OpenData-Datenbanken (z.B. Postleitzahlen)
    • Aus dem Web gesammelte Daten

Dabei ist wichtig, dass die Daten eine gewisse Relevanz und Aussagekraft haben müssen. Relevanz haben Daten genau dann, wenn sich aus ihnen Kennzahlen berechnen lassen, die eine konkrete Handlung zur Steuerung vorschlagen.

Perspektiven haben

Gute Unternehmensberater sollten nicht nur den Ist-Zustand betrachten, sondern auch mögliche Entscheidungen, Veränderungen und vor allem mehrere Varianten vorzeigen.

Bei Entscheidungen sollten zum einen Pro-Contra-Listen aufgestellt werden, zum anderen aber diese Faktoren auch bewertet werden.

Fazit

Gute Unternehmensberater sind rar. Achten Sie genau auf die Methoden und fragen Sie im Vorhinein, was der Unternehmensberater tun will und auf welcher Grundlage er arbeitet.

Wie man Pro-Contra-Punkte in eine Entscheidung umwandelt

Sicher haben Sie schon mit einer Pro-Contra-Liste eine Entscheidung gefällt. In diesem Artikel will ich eine maschinelle Methode vorstellen, wie beispielsweise auch Google anhand solcher Pro-Contra-Listen ein Suchergebnis auswählt.

Mehrere Faktoren als Entscheidungsgrundlage

Was sich hinter einer Pro-Contra-Liste verbirgt, sind im Grunde mehrere Faktoren, die die Entscheidung in irgendeiner Weise beeinflussen sollen. Um das ganze etwas zu formalisieren, um es für mathematische Berechnungen zugänglich zu machen, teilen wir die Entscheidungsfindung in verschiedene Kriterien ein. Anschließend geben wir den einzelnen Kriterien Werte.

Ein Beispiel:
Sollten wir VPAs buchen oder interne Service-Mitarbeiter beschäftigen.

Kriterium VPAs eigene Mitarbeiter
Fixkosten je Monat 20€ 2000€
Kosten je Stunde 15,88€ 0€
Flexibel zubuchbar +1 (pro) -1 (contra)
Servicequalität -1 (contra) +1 (pro)

Gewichtungen

Allein von der Bewertung der einzelnen Kriterien lässt sich noch keine Entscheidung fällen, da die Gewichtung fehlt. Es muss eine Gesamt-Punktzahl als Summe der Gewichtung mal dem Kriterium errechnet werden. Die Variante mit der höheren Punktzahl ist unsere Entscheidung. Meist ist es sinnvoll, jedes Kriterium so zu gewichten, dass die Punktzahl anschließend dem Kapitalendwert der Entscheidung entspricht, sprich: Wir rechnen Entscheidungen in Geld um. Sie können allerdings auch jede andere Denkstütze für die Gewichtung nutzen, beispielsweise Glück; Oder gewichten Sie willkürlich. In unserem Beispiel würde man beispielsweise die Fixkosten mit Faktor 1 und die Kosten je Stunde mit Faktor 100 anrechnen, da ein Mitarbeiter erwartungsgemäß 100 Stunden arbeiten wird.

Gewichtung durch Lernbeispiele

Eine effektivere Methode als die manuelle Festlegung der Gewichtungen der einzelnen Kriterien ist das automatische Ermitteln der Gewichtungen durch maschinelles Lernen. Anstatt der Gewichtungen gibt man dem Computer Beispiele anhand derer der Computer die beste Gewichtung finden soll.

Beispiele: Fixkosten pro Monat dürfen maximal 100-fach so hoch sein wie die Stundenkosten, ansonsten nimmt man die Stundenkosten. Fehlende Flexibilität kann zu Stoßzeiten 5.000 € Schaden anrichten. Fehlende Servicequalität fügt 2.000 € Schaden zu.

Wenn Sie einige solche Beispiele aufgestellt haben, können Sie zufällig Gewichtungen wählen und anschließend prüfen, ob die Entscheidungen wie in den Beispielen beantwortet wurden. Wenn nicht, waren die Gewichtungen falsch, ansonsten haben Sie eine Lösung gefunden. Der Computer probiert dann systematisch (z.B. durch Hill Climbing) Gewichtungen durch, bis eine gute Lösung gefunden wurde.

Wie funktioniert das bei Google?

Google hat mehrere hundert Faktoren, um eine Website einzuschätzen. Einige davon finden Sie unter https://www.webdesigner4seo.com/google-ranking-faktoren-2015/. Wie wichtig die einzelnen Faktoren anschließend sind, ermittelt eine KI, indem sie die Faktoren ausgewichtet. Dabei gibt es sowohl allgemeine Gewichtungen, die Gewichtung kann aber auch personalisiert werden. In diesem Fall sehen Sie Ihr persönlich auf Sie zugeschnittenes Suchergebnis.

Was bedeutet das für Sie

Haben Sie eine Entscheidung vor sich, dessen Ausgang Auswirkungen von mehreren Millionen Euro hat oder viele kleine Entscheidungen, die zusammen tausende Euro Unterschied machen, lassen Sie sich eine Faktoren-Gewichtung anfertigen! Am Ende ist die richtige Entscheidung mehr wert als das Honorar des Mathematikers oder Informatikers, den Sie anheuern mussten, um die Entscheidung zu rechnen.

Mit SQL Statistiken errechnen

In 99% der Fälle wird SQL zum Ablegen und Auslesen von Daten aus einer Datenbank benutzt. Doch die wenigsten wissen, dass man mit SQL auch komplizierte statistische Berechnungen durchführen kann.

Geschichte

1970 wurden Relationale Datenbanken erstmals erwähnt. Ihre Entwicklung weg von der Schritt-für-Schritt-Programmierung hin zu deklarativer, der Mathematik ähnlicher, Ausdrucksweise bei der Berechnung mit Daten, führte zu einer rasanten Entwicklung in der Datenverarbeitung. Man trennte auf einmal die Verwendung der Daten von der Speicherung. Während sich die Anwendung darum kümmert, was mit den Daten geschieht und was sie bedeuten, organisiert sich das Datenbanksystem selbstständig, indem es Speicherstrukturen optimiert, Indizes anlegt und Anfragepläne umschreibt und optimiert. Auf diese Weise entwickelt man einmalig beispielsweise statistische Formeln und anschließend kann jedes SQL-fähige Datenbanksystem diese ausrechnen. Werden beispielsweise die Datenbestände größer, kann man über ein kommerzielles DBMS nachdenken.

Der Group-Operator

Mit der GROUP BY-Klausel von SQL sortiert man die einzelnen Datensätze in Kategorien ein. Der Group-Operator ist die Grundlage für alle Statistiken, denn er fässt Datensätze zusammen. Mit dem Gruppierungsausdruck gibt man an, nach welchem Merkmal Datensätze zusammengefasst werden. Die Wahrscheinlichkeit P(A | B) berechnet man mit beispielsweise mit SELECT .... GROUP BY B. Der Gruppierungsausdruck kann sowohl Spalten enthalten (beispielsweise gruppiere Umsätze nach Kategorie), aber auch Berechnungen (gruppiere nach Tageszeit des Bestelldatums, gruppiere nach Wochentag, gruppiere nach unter- und über 1.000€ Umsatz).

Der SUM- und COUNT-Operator

Summen eignen sich, um Größenvergleiche numerischer Werte zu ermöglichen. Beispielsweise lässt sich der Umsatz einer Sparte aufsummieren. Beim Zählen ist es genau so, nur dass jeweils eine 1 aufsummiert wird.

Der Heilige Gral: AVG

Mit der AVG-Funktion berechnet man normalerweise Durchschnitte, beispielsweise das durchschnittliche Gehalt einer Abteilung. Wir Statistiker können aber wesentlich mehr damit anstellen. Misst man beispielsweise den Durchschnitt eines boolschen Ausdrucks, lässt sich eine Prozentzahl berechnen. Beispiel: SELECT AVG(Alter < 18) FROM Besucher errechnet, welcher Anteil der Besucher unter 18 Jahren sind.

Insbesondere in der Wahrscheinlichkeitsrechnung ist der AVG-Operator essenziell, denn man kann den Satz von Bayes prima in SQL ausdrücken, indem man einfach den Durchschnitt aller Wahrscheinlichkeiten gruppiert nach der Bedingung errechnet. Was man damit anstellen kann, können Sie im Beitrag über Wahrscheinlichkeiten nachlesen.

Mit Wahrscheinlichkeiten zu besseren Entscheidungen

Kennen Sie die Kauf-Vorschläge von Amazon? Kunden, die … gekauft haben, kauften auch …

Das Gesetz der Ähnlichkeit

Ähnliche Ursachen haben auch ähnliche Wirkungen. Kaufen viele Kunden zum Laptop eine Laptop-Tasche dazu, tut Amazon gut daran, neuen Kunden, die einen Laptop kaufen, ebenfalls eine Laptop-Tasche anzubieten. Die Wahrscheinlichkeit ist immerhin hoch, dass der Kunde zusätzlich kaufen wird. Hinter diesen Angeboten steckt keine Magie, sondern einfachste Mathematik.

Die Datengrundlage

Wie hoch die Wahrscheinlichkeiten für einzelne Ereignisse sind, ist kein Geheimnis mehr, wenn Sie eine gute Datenbasis haben. Wollen Sie umfangreiche Schlussfolgerungen ziehen, sollten Sie auch umfangreich Daten sammeln. Als Richtwert können Sie ab 1.000 Datensätzen sinnvolle Schlussfolgerungen ziehen. Vorher sind zu viel Ausfallwerte dabei. Sammeln Sie nicht nur eindeutige Geschäftsvorfälle, beispielsweise Buchungen, sondern wirklich jedes Detail. Jeder Zwischenanruf nicht zustande gekommener Aufträge, idealerweise jede Augenbewegung des Kunden über den Ladentisch. Je mehr, desto besser. Doch achten Sie auf den Datenschutz. Auf keinen Fall dürfen gewisse Muster oder Daten-Inhalte Rückschluss auf Personen zulassen, ansonsten hat die Person ein Mitspracherecht bei der Verwendung der Daten und muss ihre Zustimmung geben.

Komplexere Zusammenhänge

Personen, die das Controller-Magazin lesen, haben auch das Handelsblatt gelesen. Das mag sein, aber es gibt zum einen hunderte Einflussfaktoren, das Handelsblatt lesen zu wollen, aber auch hunderte kleine Magazine wie das Controller-Magazin. Sie werden kaum genug Datenbestand für jede Sparte sammeln können.

Abhilfe schaffen hier Hilfs-Wahrscheinlichkeiten, wie man sie aus Bayes-Netzen kennt. In unserem Beispiel ist das die Zufallsgröße „Wirtschaftsnachrichten-Interessierter“. Durch das Lesen des Controller-Magazins steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Person an Wirtschaftsnachrichten interessiert ist. Man hat die Erfahrung gemacht, dass man Wirtschaftsnachrichten-Interessierten gut das Handelsblatt verkaufen kann. Durch diese Zwischenstufe erhalten Sie insgesamt eine höhere Qualität der Vorhersagen, da für diese Oberbegriffe eine größere Datenbasis verfügbar ist.

Feedback

Neben der ursprünglichen Datenquelle kann Feedback aus den bereits gewonnenen Erkenntnissen die Ergebnisse von Auswertungen verbessern. Beispielsweise könnte man Vorschläge als „unpassend“ markieren. Diese Unpassend-Markierung wird ebenfalls im System vermerkt und fließt in die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit ein. Dadurch können Sie maschinell gewonnenes Wissen noch durch menschliche Eingriffe verfeinern.

Anwendungen

Anwendungsfälle für wahrscheinlichkeitsbasierte Entscheidungen gibt es viele. Die offensichtlichste sind Kauf-Vorschläge in Online Shops. Doch es gibt weit mehr Anwendungen. Haben Sie beispielsweise mal Ihre Preiskalkulation als Wahrscheinlichkeits-Netz aufgefasst? Oder den Ausschuss an Maschinen in Abhängigkeit vom Mitarbeiter, der Maschine und der Tageszeit? Anwendungen gibt es viele, doch für einige gewinnbringende Ideen muss man etwas schärfer nachdenken.

Ein Lob aufs Content Marketing

Erzähle ich Geschäftsleuten vom Content Marketing, schauen diese mich zuerst seltsam an. Nach einigen Messungen auf meiner Website konnte ich allerdings interessante Zahlen vorweisen:

Verweisart
Besuche
Kontakt Konversionen
Kontakt Konversionsrate
Direkte Zugriffe 235 14 5,96 % 210 €
Suchmaschinen 68 10 14,71 % 150 €
Websites 57 2 3,51 % 30 €
Kampagnen 366 1 0,27 % 15 €

Vorab, wir bei Launix verkaufen in der Kategorie „schwer erklärbare Dienstleistungen“ – nämlich individuelle Software-Entwicklung. Diese Art Verkauf benötigt immer den direkten Kontakt zum Kunden. Doch um erst einmal Leads zu gewinnen, setzen wir auch aufs Online-Marketing. Die Tabelle zeigt einen virtuellen Wert der Converstion „Kontakt“ – also eine Abfrage unserer Kontaktdaten, woraus wir schließen, dass der Websitebesucher tatsächlich an unseren Leistungen interessiert sind. Der Geldwert muss rein relativ gesehen werden und steht in keinem Zusammenhang zu tatsächlichen Umsätzen oder Buchhaltungs-Ereignissen.

Wie man in der Tabelle sieht, sind das beste Marketing immer noch die Visitenkarten und die „echten“ Kontakte. Sie erreichen den meisten Umsatz und jeder Selbstständige sollte die Kontakte im Reallife wertschätzen.

Ein ebenfalls interessanter Faktor sind die Suchmaschinen-Ergebnisse. Diese haben eine sehr hohe Conversion Rate, das heißt, Google bringt einem sehr zielbewusste Besucher auf die Website. Das funktioniert natürlich nur, wenn ausreichend an die Zielgruppe ausgerichtete Texte (also Blogbeiträge) auf der Website vorhanden sind. Je mehr Nischenthemen Sie ansprechen, desto höher ist die Chance, Kunden aufgrund Ihrer Inhalte zu bekommen.

Als Schlusslicht sind hier die Kampagnen zu sehen. Zugegeben, wir haben sehr minderwertigen Traffic eingekauft, der die Zielgruppe nur grob bestimmt. Da bei Adwords-Besuchern die kritische Masse fehlt, beziehen wir es nicht in die Messung mit ein. Die Erfahrungen sind aber dieselben: Solange der Besucher nicht direkt an der Leistung interessiert ist, konvertiert er nicht. Da gekaufte Besucher quasi zu dieser Kategorie gehören, ist das Ergebnis nur logisch.

Fazit: Gute Inhalte gewinnen online und gute Kontakte offline.

Warum sind In-Memory-Datenbanken ideal für ETL-Prozesse?

SAP forscht an der HANA-Datenbank und führt täglich neue Features ein. Doch wozu das ganze? Die Antwort auf die Frage, wofür man In-Memory-Datenbanken nutzt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

ETL-Prozesse

Was ETL-Prozesse sind, erfahren Sie in diesem interessanten Beitrag.
ETL-Prozesse erzeugen jede Menge Zwischendaten, genauer gesagt Terabyteweise Quelldaten und Zwischenergebnisse. Schließlich werden zu Analysezwecken fast alle im Unternehmen vorhandenen Daten zusammengeführt. Auch wird auf den Daten nicht nur einmal gerechnet, sondern mehrmals.

Also ergeben sich folgende Rahmenbedingungen:

  • Viele Daten werden
  • geladen und
  • müssen schnell weiterverarbeitet werden
  • eine Speicherung von Zwischenergebnissen ist nicht nötig; Bei Datenverlust wird der ETL-Prozess wiederholt

In-Memory-Datenbanken

In-Memory-Datenbanken zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Flüchtige Speicherung im RAM – Datenverlust bei Stromausfall
  • Zuerst Laden der Daten benötigt (dauert lang)
  • Schnelle Verarbeitung möglich

Also ergeben sich die besten Voraussetzungen, Analysen mittels ETL-Prozessen in In-Memory-Datenbanken ablaufen zu lassen.

Echtzeit-Analysen

Redet man von Controlling, denkt man meist in Perioden von Jahren, Halbjahren oder bestenfalls Quartalen.
Das ist eine sehr träge Feedback-Schleife, jedoch ist auch eine gewisse Datenmenge nötig, um hilfreiche Schlüsse ziehen zu können. Haben Sie Kennzahlen gefunden, die Sie aus genügend repräsentativen Datensätzen (ab 1.000 Stück) errechnen können, sind In-Memory-Datenbanken die ideale Grundlage für eine Echtzeit-Überwachung Ihrer Kennzahlen.

Warum überhaupt Echtzeit? Der Grund ist einfach: Sie können mit Echtzeit-Daten auch in Echtzeit Handlungen ableiten. Reicht die Datengrundlage pro gewünschter Periodenlänge nicht aus, können Sie auch Statistiken über gleitende Zeitfenster rechnen, um immer schnell reagieren zu können.

Launix als Ihr Datenverarbeitungs-Spezialist

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