Was sind technische Schulden?

Nicht jeder hat schon von technischen Schulden gehört – jeder der IT-Projekte einkauft, sollte aber wissen, was sie sind.


Bei der Softwareentwicklung gibt es ein magisches Dreieck: Hohe Qualität, niedriges Budget, schnelle Fertigstellung. Niemand kann alle 3 Kriterien gleichzeitig erfüllen. Man muss sich auf 2 von 3 Punkte festlegen.

Bei technologischen Schulden entschied man sich für niedriges Budget und schnelle Fertigstellung unter Aufopferung der Qualität. Folgende Faktoren führen zu technischer Schuld:

  • Unwissenheit
  • Faulheit
  • Zeitdruck
  • die bewusste Entscheidung, unreife Prototypen zu produzieren, um sie zu testen
  • Geldmangel

Technische Schulden drücken sich insbesondere durch schlecht strukturierte IT-Lösungen aus. Daraus folgen:

  • Sicherheitslücken
  • Nach Updates funktionieren einige Dinge nicht mehr
  • Neue Funktionen hinzuzufügen wird sehr teuer/aufwendig

Grundsätzlich kann man folgende Aussagen treffen:

Sprich: Wann immer das Aufarbeiten einer alten Lösung zu teuer wird, sollte man sich eine neue Lösung zulegen. Technische Schulden sind also immer gedeckelt: Sie sind maximal so teuer wie eine Alternativlösung.

Besser ist natürlich, wenn man von Anfang an auf eine gute Lösung setzt. Diese Denkweise funktioniert aber nur, wenn von Anfang an geplant ist, die technische Lösung auch dauerhaft einzusetzen. Viele Startups produzieren erst einmal schnell schlechten Code, um etwa eine Geschäftsidee zu testen. Die Kosten für die Reparatur des kaputten Codes zahlt man also nur im Erfolgsfall.

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