Wieviel kostet der Grobentwurf bei der Softwareentwicklung?

Die Softwareentwicklung ist eine der Branchen, die nicht einfach einen Online-Kalkulator einsetzen können. Bei einer sehr präzisen Aufgabenstellung, zum Beispiel durch ein Pflichtenheft, das von einem Informatiker angefertigt wurde, lässt sich ein Preis einigermaßen genau einschätzen. Eine Aufgabenstellung wie „wir brauchen eine Gutschein-Software“ ist hingegen zu unpräzise und kann sich in Budgets von 1.000 Euro bis 30.000 Euro oder mehr bewegen.

Softwareentwicklung hat viel mit Beratung zu tun

Da in den allermeisten Fällen kein Informatiker ein astreines Pflichtenheft (vergleichbar mit der technischen Zeichnung im CNC-Bereich) schreiben wird, ist es Aufgabe der Softwarefirma, die Anforderungen so präzise wie möglich zu erfassen.

Bei Launix ist diese Beratung, das Erstellen des Pflichtenhefts und die Vor-Planung des Projekts kostenlos. Und zwar aus folgendem Grund: Normalerweise kommen bei produzierenden Firmen auf 5 Angebote ein Auftrag. Zudem sind die Auftragsvolumen so klein, dass die Angebotserstellung effizient ablaufen muss. Bei der Softwareentwicklung ist es etwas anders: Die Beratung ist sehr zeitintensiv. Eine ausführliche Beratung, bei der alle Eckdaten des Projekts abgesteckt werden, kann auf mehrere Termine verteilt schon mal 6 Stunden und mehr ergeben. Ein Auftraggeber wird es sich zwei mal überlegen, wie viele Firmen er um ein Angebot bittet. Außerdem sind die Projekt-Volumina so groß, dass die 6 Stunden kaum ins Gewicht fallen, ist der Auftrag erst bestätigt.

Stundensatz-Höhe kaum aussagekräftig

Diverse Software-Firmen haben ihre Stundensätze. Bei uns sind es seit 2013 bis heute (Stand: 23. Aug 2016) 84 Euro. Der Stundensatz ist jedoch nichtssagend, da es noch weitere Einflussfaktoren auf den Preis gibt:

  • Verwendet eine Firma für eine Teilaufgabe schon fertige Bibliotheken, werden die Entwicklungskosten zwischen 20 und 50 Stunden billiger
  • Verwendet eine Firma eine geeignetere Programmiersprache, wird sie nur halb so viel Stunden für die Aufgabe brauchen
  • Setzt eine Software auf eine bereits vorhandene Plattform auf, kann dies die Entwicklungs-Stundenzahl ebenfalls halbieren
  • Arbeitet ein Entwickler sorgfältiger, wird er etwa 30% mehr Stunden verbrauchen, dafür werden in der Software später aber keine Fehler mehr auftauchen

Bei extra vielen Wünschen sind die Kosten nach oben offen

Viele Kunden denken, sie müssen das Budget besonders gut ausnutzen und nehmen besonders viele Beratungs-Stunden in Anspruch und fragen viele Extra-Wünsche an. Das kann aber nach hinten losgehen. Zum einen wird der Software-Anbieter versuchen, den Extra-Aufwand, den Sie ihm machen, in Rechnung zu stellen. Zum anderen gibt es Statistik-Software, die erkennt, ob man von einem Kunden besonders ausgenutzt wird. Machen Sie zu viele Probleme, könnte man sich auch entscheiden, die Zusammenarbeit mit Ihnen zu beenden.

Versuchen Sie stattdessen lieber, so viel wie möglich aus der Software herauszuholen. Bringen Sie Feature-Wünsche genau dann an, wenn diese ihr Geld auch wert sind, also diese mehr Arbeits-Verbesserung bzw. Einsparung erzeugen, als Sie an Entwicklungskosten ausgeben.

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