Umlageverfahren mit Datenbanken (Preiskalkulation vom Profi)

Jeder mit ein paar betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen kennt Umlageverfahren. Ein einfaches Verfahren ist zum Beispiel die Berechnung des Deckungsbeitrags.
finanzsim

Grundlagen

Eine Umlage geht davon aus, dass ein gewisser Betrag auf mehrere Einheiten umgelegt wird. So wird eine Pizzeria ihre Fixkosten für Miete, Strom etc. auf die Pizzen umlegen.

Die Pizzeria kann nun die Fixkosten gleichmäßig umlegen, was allerdings dafür sorgt, dass kleine Pizzen unverhältnismäßig teuer sind. Der Anteil der Fixkosten je Pizza bei n Pizzen beträgt also 1 / n. Sie kann aber auch auf jede Pizza unterschiedlich umgelegt werden, beispielsweise nach dem Durchmesser der Pizza. Der Umlageschlüssel wäre dann: Ø_i / Σj (Ø_j), also der Durchmesser geteilt durch die Durchmesser aller Pizzen summiert.

Verallgemeinert sei w(i) eine Gewichtsfunktion, auch Umlageschlüssel für eine Einheit i genannt, dann ist die Umlage je Individuum gleich w(i) / Σj (w(j)).

Weise gewählte Umlageschlüssel

Es gibt mehrere Ansätze, Umlageschlüssel zu wählen. Dabei sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Preisakzeptanz-Kriterien: Werden mit diesem Umlageschlüssel die Preise einiger Waren so teuer, dass Kunden diese nicht mehr kaufen würden? (Beispiel: Für eine Plastiktüte im Supermarkt zahlt der Kunde 10 ct. Würde man die Fixkosten proportional auf die Tüte umlegen, würde ein evtl. nicht akzeptabler Preis entstehen)
  • Psychologische Kriterien: Gestalten Sie Preise so, dass Sie mehr Umsatz machen. Bei Restaurants schauen die Gäste, wieviel ihnen das Hauptgericht kostet. Bei den Getränken schaut man hingegen nicht auf den Preis. Deshalb legen Restaurants fast alle Fixkosten auf die Getränke um.
  • Konkurrenzsituation: Legen Sie Kosten so um, dass alle Ihre Angebote konkurrenzfähig bleiben.

Weitere Kunststücke mit Umlageverfahren

Folgende Beispiele sollen Ihnen weitere Inspiration geben, mit Umlageverfahren zu experimentieren:

  • Sie nutzen eine Vorrats-Lagerhaltung (Kanban) – die Großeinkäufe legen Sie stückweise um mit dem Materialverbrauch je Teil als Umlageschlüssel
  • Ein Zahlungsausfall wird auf profitablere Aufträge umgelegt, während knapp kalulierte Angebote ihren Preis behalten
  • Der Verschleiß eines vermieteten Baukrans wird auf die Anzahl der Hebelbewegungen (die Sie mit einem Sensor messen) umgelegt
  • Die Marketing-Kosten je Werbe-Kanal werden auf die Kunden, die durch diesen Werbekanal akquiriert werden, umgelegt

Die zwei Zutaten, damit Sie mehr Gewinn mit Umlageverfahren machen

Zutat 1: Den richtigen Umlageschlüssel wählen. Der Umlageschlüssel hat direkte Auswirkungen darauf, wie gut Ihre Preise ankommen werden. Entscheiden Sie zuerst, welche Zielstellung Sie bei den Endpreisen haben. Wollen Sie einen bestimmten Preis für Produkt A nicht überbieten? Wollen Sie, dass die Umlage fair ist, d.h. der Kunde mit jedem gekauften Produkt gleich viel Gewinn für Sie einfährt? Wollen Sie Verluste durch unausgewogenes Kaufverhalten der Käufer vermeiden? (Siehe dazu Artikel über erfolgreiche Kalkulation) – anhand der Zielstellung entsteht der Umlageschlüssel.

Zutat 2: Die Datenbasis für die Umlagefaktoren. Denn woher nehmen, wenn nicht stehlen. Die Eingabe-Daten für Ihren genial designten Umlageschlüssel müssen irgendwo herkommen. Manchmal helfen Sensoren, die fehlenden Daten zu sammeln, manchmal müssen Sie die ein- oder andere Datenquelle anschließen, z.B. das ERP, das CRM usw.

Wir von Launix sind darauf spezialisiert, in diesem Fall weiterzuhelfen. Wir können Datenquellen anschließen oder sogar komplett neue Datenbanken aufbauen, die später als Grundlage für besseres Controlling dienen. Das Zauberwort heißt ETL. Kontaktieren Sie uns einfach, um mögliche Datenanbindungen zu besprechen.

Checkliste bei Einführung von IT-Projekten

Aufgrund unserer Erfahrung mit IT-Projekten konnten wir folgende Tipps zusammenstellen:

Einführung beginnt bei der Planung

Wenn die künftigen Nutzer des Systems in die Planung einbezogen werden, erhöht das die Akzeptanz.

In welchem Projektstatus einführen?

Früher wurden Projekte fertigprogrammiert und eingeführt. Das wird bei immer komplexer werdenden Projekten immer schwieriger. Angenommen, Sie haben das Projekt fertig und führen es ein – spätestens im Einsatz wird der wahre Entwicklungsstand des Projekts offenbar. Fangen Sie also rechtzeitig an, die Software in einer echten Produktionsumgebung zu testen.

In welchem Tempo einführen?

Von einem alten System auf ein neues umzusteigen ist immer ein Kraftakt. Zum einen will man den Nutzern Zeit geben, sich vom alten System zu verabschieden, sowie einen zeitlichen Puffer für Nachbesserungen an der neuen Software haben. Auf der anderen Seite will man nicht ewig zwei Systeme fahren. Unser Tipp: langsam herantasten und wenn es gut läuft, zügig die Klappe zu machen.

Konzeptänderungen während der Einführung

Fallen Ihnen während der Einführung noch neue Ideen ein oder soll etwas ganz anders realisiert werden als ursprünglich geplant? Bleiben Sie agil. Überschlafen Sie Ihre Idee noch mal und lassen Sie diese dann umsetzen, bevor sich Ihre Mitarbeiter zu sehr an die alten Ideen gewöhnt haben. Gerade bei der Einführung einer Software ist noch der beste Augenblick gegeben, diese grundlegend umzugestalten. Je früher Sie die noch nicht eingeführte Software testen, desto billiger kommt Sie natürlich Ihre Meinungsänderung.

Pizzeria hat 6.400 verschiedene Pizzen im Angebot

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Die Pizzeria der Zukunft hat 6.400 verschiedene Pizzen im Angebot. Eine davon ist die Pizza Hawaii, die sich aus einem Boden, einer Tomatensauce, Ananas, Schinken und Gouda-Käse zusammensetzt.

Natürlich sind diese 6.400 Pizzen nicht in einer großen Liste aufgelistet, durch die man sich durchwühlen muss. Vielmehr kann man sich zwischen zwei Böden (normal oder Oliventeig), 5 Saucen, 7 an- und abwählbaren Belägen (macht insgesamt 128 mögliche Kombinationen) und 5 Käsesorten auswählen. Macht zusammenmultipliziert 6.400 Varianten, von denen sicherlich auch einige Unsinnige dabei sind.

Der Spaß des Selberbackens liegt in der Kreation

Und dieser Spaß wird nun auch von der Gastronomie angeboten. Doch nicht jedem behagt die komplette Wahlfreiheit. Bei meinem Lieblingsdöner (Star-Döner in Neugersdorf) bestelle ich gerne „Egal“. Und es schmeckt!! – in jedem anderen Restaurant würde ich vom Kellner blöd angemacht werden, wenn ich „Egal“ bestellen würde.
Und deshalb gibt es für die Denkfaulen neben der Pizza-Kreation auch noch die Pizza-Empfehlung, wo man eine fertig zusammenkonfigurierte Pizza Hawaii in den Warenkorb legen kann.

Die Digitalisierung revolutioniert auch die Gastronomie

Auf konventionellem Wege würde eine solche Pizza-Konfigurierbarkeit wohl jeden Kellner überfordern. Allein die Speisekarte so zu designen, dass Kunden wissen, wie man bestellt, ist eine Kunst für sich.

terminal

Ein Touchscreen-Bildschirm hingegen ist verständlicher: Er führt die Gäste durch Menüs und nimmt ihnen den Druck, dem Kellner einen Wunsch zu erklären. Essen wird entspannter.

Industrie 4.0 am lebenden Objekt

Welchen Vorteil hat es aus datenverarbeitungstechnischer Sicht, dass die Kunden am Terminal bestellen?

Die Daten sind digital verfügbar. Das heißt, in der Küche kann ein weiterer Touchscreen stehen, der den Bäcker instruiert, wie er die Pizzen zu belegen hat. Jede Pizza bekommt ihre Nummer und kann anschließend einem Gast zugewiesen werden. Zusätzlich weiß das System genau, wie hoch der monatliche Einkauf von Käse, Wurst, Paprika usw. ausfällt. Neben den Abläufen lassen sich dadurch auch die Lagerhaltung optimieren, sowie Statistiken über Essgewohnheiten aufstellen, die besonders bei Sonderangeboten hilfreich sind.

Auch in der Kalkulation ist die Software behilflich: Unter Angabe der Einkaufspreise und seiner monatlichen Fixkosten wird eine Fixkostenumlage berechnet, die die Kalulation fair gestaltet. Warum centgenaue Kalkulation so wichtig ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Normaler Teig €1,23

Wenn man sich das Video bzw. die Bilder genau ansieht, sieht man die krummen Geldbeträge. Diese resultieren aus der sehr genauen Kalkulation, die die Einkaufspreise der Beläge, Käsen und Böden proportional zu den Fixkosten umlegt. Der Unternehmer kann also den besten Preis in der Stadt anbieten und trotzdem einen fest definierten Gewinn pro Monat einfahren.

Zusätzlich sieht man im Startbildschirm die Auswahl „Zum Mitnehmen“ und „Zum hier Essen“. Alle Restaurants, die ich kenne, stellen die Frage, aber niemand verlangt für beide Varianten unterschiedliche Preise (außer die Bäckerei Möbius, die 50ct „Sitzgebühr“ erhebt). Doch der Unternehmer muss für Mitnehmer einen Steuersatz von 7% zahlen, während Hier-Esser 19% dem Fiskus in die Tasche spielen. Der Unterschied ist enorm – und um Verluste zu vermeiden, muss man die Preise nach oben schrauben. Wird die Steuer stattdessen 1:1 auf die Waren umgelegt, lassen sich viel bessere Preise realisieren.

Was wie Kleingeldzählerei aussieht, ist aber im digitalen Zeitalter absolut kein Problem mehr: Man zahlt mit Karte oder Handy. Außerdem werden die krummen Zwischensummen bei jedem Zwischenschritt angezeigt, sodass niemand im Kopf grübeln muss, wieviel er da gerade ausgibt.

Vorsprung durch Software

Das ist unser Motto. Mit dieser Software wollen wir Gastronomiebetrieben die Möglichkeit geben, Aufmerksamkeit zu erregen, ihren Kunden ein Erlebnis zu geben und ihre Kalkulation gewinnbringend umzusetzen.

Software-Entwicklungsteam: Einstellen oder Firma beauftragen?

Jedes größere Unternehmen steht irgendwann vor der Entscheidung, die IT im Haus oder extern zu haben.

Die Goldene Regel des Outsourcing

Ein wiederkehrender, unternehmenstypischer Ablauf sollte im Haus behalten werden und optimiert werden. Ein Ablauf, der viel Expertise benötigt, aber selten gebraucht wird und/oder auch in anderen Unternehmen eine Rolle spielt, kann von externen Firmen günstiger bereitgestellt werden.

Anhand des Beispiels IT-Outsourcing wollen wir diese Goldene Regel einmal auseinander nehmen.

IT Service und Helpdesk

Das Einrichten von Computern, Netzwerken und Druckern ist ein heikles Thema. Hier gilt der Grundsatz, wann die IT selten gebraucht wird. In anderen Worten: Kleine Firmen sind besser beraten mit einer externen Firma. Größere Firmen, die eine ständige Flut von IT-Problemen bearbeiten müssen, kommen mit Angestellten günstiger.

Größere IT-Projekte

Hat ein großes Unternehmen bereits IT-Mitarbeiter, macht es trotzdem Sinn, bei großen Arbeitspaketen externe Firmen heranzuholen. So kann der Aufbau eines neuen Netzwerks extern geschehen, während die Pflege von internen Kräften realisiert wird.

Softwareprojekte

Softwareprojekte stellen einen Extremfall dar. Software muss schnell entwickelt werden und benötigt später nur noch wenig Pflege. Firmen werden es kaum schaffen, ein Team aus Softwareentwicklern termingerecht zusammenzustellen und einzustellen. Warum gerade ein Team? Reicht nicht auch ein Mitarbeiter, der sich um alle Belange der Softwareentwicklung kümmert?

Wenig spezialisierte Kräfte haben auf gewissen Bereichen immer Defizite. Sei es das Design, die Sicherheit oder die Ausfallsicherheit. In einem Team hingegen gleichen sich Schwächen aus. Das Team kommt insgesamt schneller voran, ist aber auch entsprechend teurer. Mit einem einzigen festangestellten Mitarbeiter würde sich das Projekt in die Länge ziehen und Kapital wäre lange Zeit gebunden. Das Team könnte die Arbeiten schnell durchführen und gezahlt wird ab Einsatztag der Software.

Ein weiteres Argument gegen den Einzelgänger-Entwicklungs-Angestellten ist die fehlende Möglichkeit der Abwechslung. Entwickler ermüden schnell, wenn sie zu lange an einem Projekt sitzen. Bei zu langen Projekten werden gewisse Aufgaben prograstiniert, die für die Software aber wichtig wären.

Da beispielsweise ein Team aus 3 Personen auch 3 mal so viel kostet wie ein einzelner Entwickler, muss der Zeitrahmen des Projekts klar definiert werden. Doch ein Zusammenspiel von 3 Personen hat auch zur Folge, dass durch Kommunikationshürden und das Warten auf Arbeitsergebnisse nicht alle Entwickler immer effektiv arbeiten können.

Eine externe Firma hingegen hat immer mehrere Projekte gleichzeitig laufen. Hat der Designer gerade keine Aufgabe in dem einen Projekt, arbeitet er an einem anderen. Durch die konzentrierte Kraft an spezialisierten Entwicklern kann das Projekt fachgerecht und zeitnah durchgeführt werden. Eine Bezahlung erst nach Fertigstellung garantiert Kapitalverfügbarkeit und geringeres Risiko eines Fehlschlags. Eine Softwarefirma hat auf den ersten Blick horrende Stundensätze. Auf den zweiten Blick spart man aufs Gesamtprojekt gesehen trotzdem.

Fazit

Fällen Sie die richtige Entscheidung beim Outsourcing und Sie können bares Geld sparen.

Ein vergebener Softwareauftrag ist wie eine Heirat

Ein vergebener Softwareauftrag ist oftmals ein Kraftakt – egal ob für kleine, mittlere oder große Firmen. Ein bisschen zu vergleichen ist es mit einer Hochzeit.

Hohe Brautsteuer

Bevor eine Software einsatzbereit ist, kostet sie erst mal viel Geld. Anders als in anderen Industrien lässt sich Softwareentwicklung nicht sonderlich gut industrialisieren, da sie immer die Individualität und Beratung beinhaltet. Es müssen immer Mann-Tage-weise Menschen sich auf eine einzige Aufgabe konzentrieren – und das lässt sich nicht billiger machen.

Und doch ist Softwareentwicklung in den letzten 15 Jahren um einiges effizienter geworden: Durch die Nutzung von Bibliotheken und Frameworks können Entwickler tageweise Arbeit einsparen, solange ein zu lösendes Problem nicht individuell ist. Für das Zusammensetzen von Software aus fertigen Komponenten eine effiziente Lösung zu finden, hat hingegen nicht mal der Branchenprimus SAP geschafft. SAP kann zwar Software aus Komponenten zusammensetzen, allerdings ist diese durch den Beratungs- und Anpassungsaufwand meist wieder genau so teuer wie Software, die mit guten Frameworks angefertigt wurde.

Eine Heirat bringt Veränderungen mit

Die Junggesellenzeit ist vorbei. Einige Freiheiten schwinden, wie z.B. das nächtliche Ausgehen – oder das selbst-Zusammenbauen von Word-Dokumenten oder Sonderkonditionen. Stattdessen etablieren sich Konventionen, die das Zusammenleben ermöglichen: Gemeinsames Frühstück, feste Datenschemen und vorgegebene Formulare. Dafür fallen aber auch lästige Arbeiten weg bzw. werden untereinander aufgeteilt: Beispielsweise das Wäschewaschen oder das automatische Erzeugen von Rechnungs-PDFs und Abrechnungen, sowie das Archivieren von Informationen.

Gemeinsame Kinder

Nach etwa einem Jahr – oder später – stellen sich erste Erfolge ein: Die Früchte der Zusammenarbeit werden sichtbar. Diese können Jungen, Mädchen, aber auch effizientere Abläufe, schnelleres Anlernen von Personal oder eingesparte Kosten sein. Natürlich brauchen diese Sprössline noch viel Pflege, bis daraus etwas wird, doch beim Anblick eines niedlichen Babys schmelzt jeder dahin.

Bis dass der Tod euch scheidet

Eine eingesetzte Software prägt das Unternehmen. Doch der plötzliche Tod eines Partners hinterlässt eine tiefe Lücke. Meist sitzen altbekannte Abläufe dann so tief, dass man eine Weile braucht, bis man sich an die neue Situation gewöhnt hat. Manchmal ist der Witwer so unselbstständig geworden, dass er sich, insbesondere wegen der Kinder, einen neuen Partner suchen muss. Doch anders als in der Ehe kann der Tod eines Partners in der Softwareindustrie auch vermieden werden. Der billigste Anbieter auf dem Markt ist nicht immer der langlebigste. Und auch die Unterstützung der Softwarefirma in Krisen kann ein Unternehmen vor dem Bankrott bewahren.

Doch manchmal enden Ehen auch eher, so durch Streit. Hier ist es auch schwer, neue Wege zu gehen. Man muss die Entscheidung fällen, den Streit eskalieren zu lassen oder selbst zurückzustecken, um die positiven Aspekte des Zusammenseins noch weiter nutzen zu können.

Heiraten Sie uns

Mit Launix haben Sie einen Partner an der Seite, der für Sie bügelt, die Wäsche macht und auch sonst versucht, Sie zu verwöhnen. Im Gegenzug müssen Sie dem Partner die Kreditkarte überlassen, damit dieser shoppen gehen kann. Alles in allem kann sich dieser Tausch aber lohnen. Wollen Sie ein „Date“, kontaktieren Sie uns einfach.

Ein erfolgreicher Arbeitstag bei Launix

Diesen Freitag waren wir im Haus Gertrud, um den Bildschirm aufzubauen. Der Kunde war zufrieden, hatte noch einige Verbesserungswünsche, die wir in Launix-Manier aufgenommen haben und demnächst umsetzen werden. Doch im Büro wartete dann ein Folgeauftrag: Es sollten zwei E-Mail-Listen mit tausenden Einträgen verglichen werden.

Regelmäßig zig Stunden Arbeit durch IT-Handarbeit

Regelmäßig zig Stunden Arbeit durch IT-Handarbeit waren vorher notwendig: Es gab zwei Verteiler-Email-Listen. Aus der einen trugen sich die Leser ein- und aus; die andere Liste musste damit synchronisiert werden. Zusätzlich war die Datenbasis relativ unrein: Doppelte Datensätze und verschiedene Schreibweisen der E-Mail (nur E-Mail, Name und E-Mail in Klammern). Diese Listen von Hand zu synchronisieren hieß, diese in eine Excel-Tabelle einzulesen und über die Such-Funktion die Adressen einzeln herauszufischen.

Schnell war ein Auftrag über 1 Stunde Programmierung vor Ort ausgehandelt, um den Prozess zu automatisieren. Es wurde ein Programm angefertigt, in das man die beiden E-Mail-Listen eingibt. Anschließend werden die Daten bereinigt, Dupletten entfernt und die beiden Listen verglichen. Dabei kommt der sogenannte Merge-Sort-Algorithmus zum Einsatz: Die beiden E-Mail-Listen werden sortiert und anschließend alphabetisch verglichen. Der Algorithmus fängt an, beide Listen synchron zu durchlaufen. Dabei wird mit den alphabetisch niedrigsten Einträgen begonnen: Ist der Eintrag in der linken Liste alphabetisch „kleiner“ als der der Rechten Seite, so ist der Eintrag der linken Liste eine „aus der Liste entfernte“ E-Mail-Adresse. Der Zeiger auf der linken Seite rutscht einen Eintrag weiter. Ist dagegen der Eintrag auf der rechten Seite alphabetisch „kleiner“, handelt es sich bei dem Eintrag aus der rechten Seite um eine „in die Liste hinzugekommenen“ E-Mail-Adresse. In diesem Fall rutscht man anschließend den Zeiger auf der rechten Seite einen Eintrag weiter. Entsprechen hingegen in der linken und rechten Liste beide Einträge derselben E-Mail-Adresse, handelt es sich um eine Adresse, die in der Liste bleibt. Hier rutscht man auf beiden Seiten einen Eintrag weiter. Das ganze wiederholt man so oft, bis die beiden Listen synchron abgearbeitet sind. Als Ergebnis bekommt man zwei neue Listen: Die Liste der entfernten E-Mails und die Liste der hinzugekommenen E-Mails.

Viele Aufträge schlummern in den Firmen

Beispiele wie dieses gibt es überall: IT-Handarbeit, die optimiert werden kann. Doch niemand spricht diese Probleme an, wenn sich keine Gelegenheit bietet.

Deshalb: Fassen Sie sich ein Herz, klicken Sie auf Kontakt und machen Sie der nervigen Datenarbeit ein Ende.

Neuer Bildschirm im Haus Gertrud in Jonsdorf

ergebnis

Hotels kommunizieren mit ihren Gästen

Viele Hotels haben Aushänge. Doch wie oft werden diese beachtet? Und wie oft gibt es Ausflugstipps, die sich tatsächlich lohnen? Oder Informationen, die die Rezeptionsdame nicht jedem einzeln erklären will?

Dazu eignet sich ein Bildschirm im Foyer. Bildschirme sind immer aktuell und kosten weniger als beispielsweise aktuell gehaltene gedruckte Informationen. Auch das Auswechseln der Aushänge an mehreren Stellen gleichzeitig ist bequem gemacht. Fragt sich nur, wo liegt der Haken?

Problem 1: Welche Technik verwendet man?

Wer sich ein bisschen auskennt weiß, dass hinter jeden Bildschirm ein PC muss, wenn dieser aktuelle Informationen anzeigen soll. Es gibt zwar auch Lösungen mit DVD-Playern, dem Hauskanal des Hotels oder sonstige technische Ausgefeiltheiten.

Wir haben in unserem Fall uns für einen Mini-PC entschieden, der mit dem Haus-LAN verbunden ist. So können die Informationen übers Netzwerk übertragen werden.

Problem 2: Wie wechselt man die Informationen?

Meist gibt es nicht nur eine Dauer-Information, die man auf dem Bildschirm ausstrahlen will. Ideal wäre es, gewisse Motive rotieren zu lassen. Beispielsweise abwechselnd die Speisekarte und den Ausflugtipp des Tages.

Problem 3: Wie kommuniziert man seine Marke?

Informationen müssen hübsch aufbereitet werden. Schwarzer Text auf weißem Grund reicht da lange nicht mehr. Ideal wäre es, wenn Sie Ihre Marke gemeinsam mit der Information vermarkten zu können. Das setzt ein Corporate Design, sowie die Disziplin, jedes Dokument in diesem Design zu erstellen, voraus.

Da für normale Angestellte, die nicht im Design tätig sind, dies eine unüberwindbare Hürde ist, treten viele Firmen unprofessionell auf. Doch das muss nicht sein. Wir haben unseren Designer das Corporate Design in eine Vorlage gießen lassen, in die man leidglich noch Texte und/oder Bilder und Tabellen einfügen muss. Diese werden dann automatisch ins Corporate Design gefasst und auf den Bildschirm übertragen.

Fazit

Einen Professionellen Auftritt in Ihren vier Wänden erreichen Sie mit der Hilfe von Launix und ihren Kompetenzen im Bereich Automatisierung, Anzeigen-Systeme und Design.

Was wir von der alten Oberlausitzer Textilindustrie lernen können

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Das Ende war schon eher besiegelt

Die Oberlausitz ist ein traditioneller Industriestandort. Nach der Wende blieben nur wenige Textil-Betriebe übrig. Doch das tatsächliche Ende war schon eher besiegelt: Nach dem Ende des Krieges 1945 mussten die Textilfabrikanten untertauchen, da sie durch die Herstellung von Heeresbekleidung ins Visier der sowjetischen „Entnazifizierungsmaßnahmen“ gerieten.

Die Betriebe wurden verstaatlicht und verrichteten nur noch ihre Pflicht. Innovationen wurden nur nach viel Druck von außen umgesetzt und Mensch und Maschine aufs unwirtschaftlichste ausgebeutet. Der eigentliche Unternehmergeist entstand woanders.

Das Duo Carl Adolf Roscher und C.G. Hoffmann in Neugersdorf

Eine einzigartige Zusammenarbeit ergab sich aus den beiden Firmen Carl Adolf Roscher und C.G. Hoffmann. Roscher war ein Webstuhlfabrikant, das, was man heutzutage Maschinenbauer nennen würde. Hoffmann war hingegen Textilfabrikant. Er kaufte Webstühle, stellte sie in Hallen auf und ließ Arbeiter darauf Stoffe fertigen.

Die beiden Firmen trennte nur einige hundert Meter. Dadurch ergab sich eine einzigartige Kooperation, bei der Erfahrungen aus der Produktion sofort in die Entwicklung besserer Webtechniken umgesetzt werden konnten.

Neugersdorf bekam erst Jahrzehnte später als beispielsweise Bautzen eine Eisenbahnanbindung (dem König sei dank). Dadurch entstanden extreme Transportkosten zum Hertransport der Wolle, sowie Abtransport der Stoffe mit Handkarren. Bischofswerda hält immer noch den Spitznamen „Schiebock“, da dies der Spruch war, mit dem man die Handkarren-Schieber angefeuert hat, den Butterberg zu überwinden. Doch trotz dieser Schwierigkeiten waren die Neugersdorfer Webbetriebe wirtschaftlicher als die privilegierten größeren Städte – aufgrund dieser einzigartigen Ingeneurskooperation.

Wie würde so etwas heute aussehen?

1850 war die Textilindustrie absolute High Tech. Es gab viel zu erforschen und zu optimieren. Heute ist die Textilindustrie weitestgehend erforscht und wird mit massenhaft herstestellten, optimierten Maschinen in Niedriglohnländern „abgearbeitet”. Damals war die Textilindustrie an der Schwelle von der Heimarbeit (jeder hat selbst gewebt) hin zu einer Professionalisierung und Industrialisierung.

In der heutigen Zeit ist eine andere Branche der Schlüssel zur High Tech: Die IT. Was man früher experimentell am PC ausprobiert hat, ist heute wesentlich professioneller und wirtschaftlicher in Form von IT-Dienstleistungs-Firmen verfügbar. Doch die IT kann nicht alleine leben. Sie ist wie der Webstuhlfabrikant, der Webereien benötigt. So benötigt auch die IT andere Branchen, die sie mit ihrer Technologie erst so wirtschaftlich macht.

Kooperations-Beispiel: IT + Dienstleistungssbetriebe

Betrachten wir beispielsweise ein Dienstleistungsunternehmen wie z.B. einen Pflegedienst. Diese müssen Dienstpläne erstellen, Ressourcen wie Fahrzeuge und Mitarbeiter einteilen, Kranktheitsfälle, Kündigungen und Neueinstellungen managen. Ohne eine IT-Unterstützung wäre eine Koordination reine Handarbeit und zeitintensiv. Zeit, die Büroangestellte verbringen, die keine Alten pflegen können. Ein unheimlicher Kostenfaktor.

Mit einer Datenbank hingegen, die die Planung unterstützt und in die individuelle Wünsche, sowie Betriebsvorgaben einfließen können, könnte ein solches Unternehmen zwei mögliche Wege gehen: Entweder es kann durch den geringen Verwaltungsaufwand mit einem kleinen Koordinationsteam sehr groß wachsen und deutschlandweit expandieren. Oder es kann klein bleiben und alle Mitarbeiter sind aktive Pfleger. Buchhaltung wird vom Steuerberater übernommen und die Koordination der Pflegenden von der Software. Allein mit dem wegfallenden Jahresgehalt des Verwaltungsangestellten ließe sich die Softwareentwicklung in einem einzigen Jahr refinanzieren.

Kooperations-Beispiel: IT + Industrie

Stellen Sie sich vor, eine Firma stellt Blechzuschnitte in verschiedenen Größen her. Viele Firmen schneiden ihr Blech selbst zu, doch durch das Anbieten von Zuschnitten von einem Anbieter kann dieser seinen Verschnitt optimieren und bessere Preise anbieten. Er bekommt seine Bestellungen in der Form, dass er Material, Blechdicke, sowie die Abmaße erfährt. Per E-Mail bekommt er nun Bestellungen, die er zuschneidet und versendet. Die bestellten Zuschnitte zeichnet er nun auf dem Blech ein und sägt es. Dabei muss er wie bei einem Puzzle die optimalsten Zuschnitts-Kanten finden. Diese Problem ist selbst für Computer gar nicht so einfach.

Doch der Computer könnte trotzdem die vielen Varianten der Anordnung der Blechstücke schneller anordnen. Indem der PC mehrere tausende Varianten pro Sekunde durchprobieren könnte, ließe sich ein optimalerer Schnitt finden, der weniger Material verbraucht.

Trägt er alle Bestellungen mit Material, Dicke und Abmaßen des Zuschnitts ein, könnte der Computer mit den sich aufstauenden Bestellungen einen guten Verschnitt berechnen. Als Optimierung dazu könnte sich der Blechzuschneider sich noch mit seinen Kunden darauf einigen, dass diese ihre Bestellungen selbst in sein System eintragen. Das hat zusätzliche Vorteile: Zum einen erspart er sich das Lesen von Bestell-E-Mails und hat seine Bestellungen sofort im System, das schon die Anordnung der Schnittkanten berechnet. Zum anderen könnten seine Kunden sein Bestellsystem an ihr ERP andocken, sodass Bestellungen bei niedrigem Lagerbestand automatisch ausgelöst werden.

Zusätzlich könnte das neue System direkt an eine CNC-Laserschneidmaschine angebunden werden, wodurch die vom PC berechneten Schnitte direkt ausgeführt werden. Wären noch Material-Fütterungs-Roboter, sowie Pick-and-Place-Maschinen für die Materialentnahme involviert, hätte er eine vollautomatische Fabrik.

Fazit

Wir bei Launix führen zwar nicht die Oberlausitzer Textil-Tradition fort, doch Unternehmertum und die Liebe zu High Tech sind geblieben.