Datenbank-Bedienoberflächen

Anforderungen an eine Bedienoberfläche für eine Datenbank

Um die Anforderungen an eine Bedienoberfläche einer Datenbank zu ermitteln, muss man sich zuerst bewusst werden, welches Ziel man mit der Datenbank verfolgt. Trotz unterschiedlicher Methoden haben sich folgende Bausteine solcher Bedienoberflächen herauskristallisiert:

  • Master-Ansichten
  • Detail-Ansichten
  • Eingabemasken
  • Reports
  • APIs

Master-Ansichten

Master-Ansichten sind Übersichten von Datenbeständen in Tabellenform. Es werden viele Datensätze auf einmal angezeigt und ein Überblick soll vermittelt werden.
Hier dominiert vor allem das CRUD-Prinzip. CRUD kennt 4 Operationen: Create, Read, Update, Delete. Das heißt im Klartext:

  • Create – neue Datensätze anlegen
  • Read – Daten anzeigen
  • Update – Daten bearbeiten
  • Delete – Datensätze löschen

Detail-Ansichten

Klickt man auf eine Zeile in der Master-Ansicht, kann sich eine Detail-Ansicht öffnen. In einer Detail-Ansicht wird nur ein Datensatz angezeigt, dieser allerdings, wie der Name schon sagt, sehr detailliert. Innerhalb der Detail-Ansicht können sich weitere Master-Tabellen befinden. Ein Beispiel ist die Detail-Ansicht eines Projekts, bei dem als Untertabelle die Teammitglieder mit aufgelistet sind.

Eingabemasken

Um neue Daten einzugeben, bedient man sich der Eingabeformulare. Doch die Eingabemasken sind längst nicht mehr nur Textfelder. Für Datumsangaben klappt ein kleiner Kalender auf, Zahlen können auch mit Schiebereglern eingestellt werden, anstatt Namen von Personen einzutippen, wählt man diese aus einer Dropdown-Liste aus …

Gestaltungsspielraum: Reports

Reports sind visualisierte extrahierte Daten. Besonders viel Wert wird auf die Aufbereitung der Daten gelegt. So können Tabellen schön formatiert werden oder Zahlen in Diagrammen dargestellt werden.
Ausgabeformat können Bilder, PDF-Dateien oder der Drucker direkt sein. Reports lassen sich gut in Präsentationen und Dokumente einbinden und stellen eine Möglichkeit dar, Entscheidern die Daten zu zeigen, ohne dass diese die Datenbank bedienen müssen.

Die Sahnehaube: APIs

APIs sind maschinenverarbeitbare Schnittstellen. An die Datenbank angebunden werden können zum Beispiel die ERP- oder CRM-Software. Doch auch die automatische Ansteuerung von Telefonanlagen, Online-Bestellung von Waren und vieles mehr sind möglich.